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Fazit des 9. Blitzmarathons in Köln

Blitz-Marathon: Mehr als 1000 waren zu schnell

22. April 2016 | 09:30 | red
Ein moderner Geschwindigkeits- und Abstandsmesser an der A 59 bei Spich. Hier wurden innerhalb kurzer Zeit mehr als 300 Verstöße festgestellt.  Bild: Polizei Köln

Moderne Geschwindigkeits- und Abstandsmesser haben erneut viele Pkw beim Schnellfahren erwischt. Bild: Polizei Köln/Archiv

Am gestrigen Donnerstag ging auch im Zuständigkeitsbereich der Kölner Polizeibehörde der neunte Blitz-Marathon zu Ende. Knapp 17.500 Fahrzeuge wurden gemessen, mehr als 1000 waren dabei zu schnell unterwegs.

Wie die Sicherheitsbehörde am gestrigen Donnerstag bekannt gab, wurden die meisten Geschwindigkeitsverstöße auf den Kommunalstraßen in Köln gemessen (601), 439 Verstöße kamen auf den Autobahnen im Einzugsbereich zusammen, die restlichen 33 Verstöße fielen in Leverkusen an. Der Blitz-Marathon dauerte bei dieser Ausgabe rund acht Stunden an.

Die meisten Verstöße waren eher geringerer Natur, sie werden mit einem Verwarngeld belegt. Für 20 Pkw-Fahrer aber hat der Blitz-Marathon unangenehme Folgen. Sie müssen jetzt mit einem Fahrverbot und saftigen Bußgeldern rechnen. Der Spitzenreiter war in der Stadt 39 km/h zu schnell, in Leverkusen immerhin 26 km/h.

„Die Zahlen machen betroffen und zugleich deutlich, wie wichtig diese Geschwindigkeitskontrollen sind. Zu schnelles Fahren ist kein Kavaliersdelikt und bringt Menschen in Lebensgefahr“, rechtfertigt Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies den erneuten Großeinsatz seiner Beamten. Kritiker wenden ein, dass angesichts des erheblichen Aufwands die Ergebnisse und auch die Folgen eher überschaubar sind. Und so hat die Polizei – etwa im Kampf gegen die Raser-Szene – auch gezielte Schwerpunktaktionen im Programm. Hier liegen Prozentsätze der Ertappten zum Teil auch deutlich darüber, ebenso wie die gemessenen Geschwindigkeiten.

Die Behörde betonte im Vorfeld dieser Ausgabe die Schicksale von Unfallopfern und deren Angehörigen. „Deshalb muss jeder Autofahrer jederzeit an jeder Stelle damit rechnen, geblitzt zu werden“, erklärte Mathies weiter.

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