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Thementag an der Universitätsklinik Köln

Internationaler Tag der Radiologie mit Fokus Kinder

4. November 2015 | 17:00 | red
Bild: Archiv Köln Nachrichten

Im Foyer des Bettenhauses der Uniklinik findet am Freitag der Tag der Kinderradiologie statt. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Am kommenden Freitag findet im Foyer des Bettenhauses der Universitätsklinik Köln der Tag der Kinderradiologie statt. Im Mittelpunkt stehen dabei die jüngsten Patientinnen und Patienten und die neuesten Entwicklung bei bildgebenden Verfahren.

Und hier hat sich seit dem 8. November 1895 eine Menge getan. Damals entdeckte der deutsche Physiker Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannten Strahlen. Sie sollten in der Folge und dank weiterer Forschertätigkeiten die Medizin revolutionieren und ganz neue Einblicke in den menschlichen Körper ermöglichen.

Nach 120 Jahren hat sich die Medizin auf dem Gebiet der bildgebenden Verfahren enorm weiterentwickelt, Neben den herkömmlichen Röntgengeräten, die noch immer für Standard-Diagnosen, zum Beispiel zum Erkennen von Knochenbrüchen, genutzt werden, gibt es heute viele weitere, deutlich schonendere Verfahren, um Bilder vom Inneren des menschlichen Körpers zu machen. Die Strahlen können, bei zu häufiger Anwendung, das Erbgut verändern und so mehr schädigen als zur Heilung beitragen.

So bieten sich heute zur Durchleuchtung Verfahren wie die Sonographie, Computertomographie oder auch die Magnetresonanztomographie als Alternativen an. Gerade bei der Diagnostik für Kinder und Jugendliche sollte die Strahlenbelastung nicht durch zu häufige Anwendung überstrapaziert werden. „Besonderen Wert legen wir auf die schonende, kindgerechte Durchführung der Untersuchungen unter besonderer Berücksichtigung des Strahlenschutzes, der gerade bei Kindern und Jugendlichen so besonders wichtig ist“, betont denn auch Privatdozentin Dr. Friederike Körber, Kinderradiologin am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Uniklinik Köln.

Und der medizinische Fortschritt geht weiter, wie Körber weiter betonte. So können Kinder und Jugendliche mit der heimtückischen Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta) an der Kölner Landesklinik sogar in der hiesigen osteologischen Spezialambulanz mit der so genannten DXA-Methode untersucht werden. Das reduziert die Strahlenbelastung erheblich, erläuterte die Bildgebungs-Spezialistin.

Die Informationsveranstaltung beginnt um 11 Uhr und ist auf vier Stunden angesetzt. Der Besuch der Info-Veranstaltung ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Der internationale Tag der Radiologie findet alle Jahre am 8. November statt, dem Tag, an dem Röntgen seine Strahlen entdeckte und so die Medizin in ein neues Zeitalter führte.

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