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Stipendien der Hertie-Stiftung

67 Schüler mit Zuwanderungshintergrund erhalten START-Stipendien

1. November 2016 | 08:00 | red
Vergangene Woche wurden die Stipendien vergaben. 67 junge Menschen profitieren von der finanziellen und ideellen Förderung.  Bild: Start-Stiftung

Vergangene Woche wurden die Stipendien vergaben. 67 junge Menschen profitieren von der finanziellen und ideellen Förderung. Bild: Start-Stiftung

START heißt das Stipendienprogramm der Hertie-Stiftung. Junge Menschen mit Zuwanderungshintergrund sollen damit die Chance auf Bildung erhalten und überdies auch ideell gefördert werden.

In der vergangenen Woche haben 67 junge Menschen, 39 Mädchen und 28 Jungen, kommen in diesem Jahr als neue Stipendiaten hinzu, wie die Stiftung nun bekannt gab. Die jungen Menschen sind 14 bis 21 Jahre alt und hochmotiviert. Sie erhalten seit Beginn des Schuljahres eine finanzielle Unterstützung, mindestens genau so wichtig ist aber auch die ideelle Förderung. Das Stipendium dauert zwei Jahre an. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern den bestmöglichen Schulabschluss zu ermöglichen.

Das START-Schülerstipendium, die mittlerweile größte deutsche Bildungsinitiative für Jugendliche mit Migrationshintergrund, wird in Nordrhein-Westfalen von der START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gGmbH – zusammen mit rund 32 Partnern angeboten. Bundesweit fördert die Stiftung so 275 junge Menschen mit Zuwanderungshintergrund. Insgesamt profitieren derzeit mehr als 700 junge Menschen von dieser Förderung.

Durch die aktuellen Zuwanderungen stellen sich neue gesellschaftliche Herausforderungen, vor allem bei der langfristigen Integration der Neuankömmlinge vor Ort und der Ermöglichung eines Zugangs ins Bildungssystem für die vielen Jugendlichen. Die Initiatoren haben darauf reagiert und ihr Stipendienprogramm umgestellt. Seit diesem Schuljahr 2016/17 richtet sich das Programm vor allem an junge Zuwanderer und Geflüchtete, die erst seit kurzem, also höchstens fünf Jahre, in Deutschland und zudem in finanziell schwierigen Verhältnissen leben, und unterstützt sie bei ihrem „NeuSTART“ in Deutschland. Aus Köln sind in diesem Jahrgang sechs Jugendliche, je drei Jungen und Mädchen, dabei.

Bildung ist ein grundlegender Schlüssel für eine schnelle und erfolgreiche Integration, die sich besonders in unseren Schulen durch den Kontakt mit Gleichaltrigen und die Sprachförderung im Unterricht vollzieht. Initiativen wie die START-Stiftung leisten zusätzliche wichtige Integrationsarbeit – durch das Schülerstipendium haben Jugendliche mit Zuwanderungshintergrund die Möglichkeit, sich noch besser und schneller bei uns zurechtzufinden. Ich wünsche allen Stipendiaten einen guten Start“, erklärte NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann.

Ich freue mich, dass wir heute 275 junge Menschen in das neue START-Stipendienprogramm aufnehmen. In den letzten Monaten haben wir intensiv an der Neuausrichtung des Programms gearbeitet und dieses nun noch enger auf die Bedürfnisse junger Zuwanderer ausgerichtet. In den Auswahlgesprächen stellten wir fest, dass diese Jugendlichen alle hoch motiviert sind, einen guten Schulabschluss zu machen und ihre Karriereplanung fest im Blick haben. Doch vor dem Hintergrund vorangegangener Schicksalsschläge, Krieg und Fluchterfahrungen benötigen sie ideelle Unterstützung und einen leichteren Zugang zu unserem Bildungssystem“, ergänzte Michael Okrob, Geschäftsführer der START-Stiftung gGmbH.

Das 2002 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Hessen begonnene START-Schülerstipendienprogramm wird heute insgesamt in 14 Bundesländern (alle außer Bayern und Baden-Württemberg) angeboten. Seit 2007 führt die START-Stiftung gGmbH als Tochtergesellschaft der Hertie-Stiftung das Programm durch.

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