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Forschungsförderung an der Universität zu Köln

Drei Sonderforschungsbereiche erhalten DFG-Fördergelder

21. November 2016 | 11:30 | red
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Die Kölner Universität wurde in der Herbststitzung des DFG-Bewilligungsausschusses gleich drei Mal berücksichtigt. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Die Universität zu Köln hat bei der Sicherung von Drittmitteln einen Erfolg verbuchen können. Gleich drei Sonderforschungsbereiche (SFB) erhalten Fördermittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Wie die Kölner Hochschule am heutigen Montag berichtete, kommen damit zwei neue Sonderforschungsbereiche zum Portfolio der geförderten Bereiche hinzu. Der dritte SFB exisitiert bereits in Köln und wurde nun um weitere vier Jahre verlängert. Ziel dieses Sonderforschungsbereichs „Molekulare Grundlagen der Regulation der Homöostase der Haut“ ist es, die Kommunikation zwischen diesen unterschiedlichen zellulären und strukturellen Partnern zu analysieren und zu verstehen, durch welche Mechanismen die Homöostase der Haut garantiert wird sowie welches die molekularen Grundlagen der aus Störungen der Homöostase resultierenden Erkrankungen sind. Sprecherin hier ist. Prof. Dr. Carien Niessen.

Der Sonderforschungsbereich/Transregio „Symplektische Strukturen in Geometrie, Algebra und Dynamik“ untersucht symplektische Strukturen und die Anwendungen symplektischer Techniken auf Themenstellungen aus den Bereichen Geometrie, Algebra, Dynamische Systeme, Topologie, Kombinatorik und Optimierung. Der Verbund knüpft dabei Beziehungen zu Disziplinen, in denen das Potenzial eines symplektischen Zugangs bislang kaum oder noch nicht voll realisiert ist, oder die ihrerseits neue Methodologien zum Studium symplektischer Fragen beitragen können, beispielsweise die Informatik. Sprecher des neuen SFB ist Professor Dr. Hansjörg Geiges. Auch die Ruhr-Universität Bochum hatte hierzu einen Antrag auf Drittmittel gestellt-

Der dritte Sonderforschungsbereich kommt aus den Geisteswissenschaften. Die Forscher gehen dabei unter anderem der Frage nach: Wie wird Information in Sprache organisiert und strukturiert? Der Faktor der „Prominenz“ spielt eine zentrale Rolle beim Aufbau sprachlicher Strukturen. Der Sonderforschungsbereich „Prominenz in Sprache“ verbindet anhand der formulierten Frage nicht nur verschiedenste Teilbereiche der Linguistik wie Phonetik/Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik und Diskurs. Er untersucht auch die Beziehungen zwischen linguistischer Prominenz und generellen kognitiven Mechanismen wie der Akzentuierung von Aufmerksamkeit – so ergeben sich Anknüpfungspunkte an die Psychologie und die Klinische Linguistik. Sprecher hier ist Professor Dr. Klaus von Heusinger.

Die Forschungsförderung in Köln wurde auf der Herbstsitzung des Bewilligungsausschusses der DFG beschlossen, die in Bonn stattfand. Neue SFB werden bis zu zwölf Jahre lang gefördert, dabei erhalten die WissenschaftlerInnen rund zehn Millionen Euro pro SFB. Hinzu kommt eine 22-prozentige Programmpauschale für indirekte Kosten aus den Forschungsprojekten. Alle neuen Sonderforschungsbereiche werden ab dem 1. Januar 2017 für zunächst vier Jahre gefördert.

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