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Universität zu Köln

Bundesministerium gibt Fördermillionen an Kölner Kernphysik

20. Juli 2015 | 12:00 | red
Bild: Köln Nachrichten

Die Kölner Universität verbucht einen weiteren Erfolg bei der Einwerbung von Drittmitteln. Mehr als zwei Millionen Euro gehen nun an das Institut für Kernphysik. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Das Institut für Kernphysik an der Universität zu Köln gehört zu den renommiertesten Instituten der Republik. Das bemisst sich unter anderem am Aufkommen von so genannten Drittmitteln und hier konnten die Kölner Verantwortlichen erneut einen Erfolg verbuchen.

Wie die Kölner Universität am heutigen Montag in einer Kurzmitteilung bekannt gab, wird das Institut im Rahmen einer Verbundforschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) insgesamt mehr als zwei Millionen Euro an zusätzlichen Fördermitteln erhalten. Nutznießer sind die Kölner Professoren Jan Jolie, Peter Reiter und Andreas Zilges. Alle drei beschäftigen sich mit den kleinsten Strukturen von Materie.

Schwerpunkt der Projekte sind die Entwicklung, der Aufbau und die Durchführung von Experimenten in Vorbereitung der internationalen Forschungseinrichtung „FAIR“ bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt und der Forschungsanlage „ISOLDE“ des Forschungszentrums CERN bei Genf. An beiden Standorten stehen für die Untersuchung von Materie Strahlen exotischer Atomkerne zur Verfügung. Damit werden die Experimente an den beiden Beschleunigern der Universität zu Köln für stabile Strahlen in idealer Weise ergänzt, hieß es von offizieller Seite.

Erstmalig werden auch Projekte an der europäischen Forschungseinrichtung ELI-NP („Extreme Light Infrastructure – Nuclear Physics“) gefördert. In weltweit einzigartiger Weise sollen dort ab dem Jahr 2017 Laserstrahlen und Elektronenstrahlen aus Teilchenbeschleunigern kombiniert werden. Die Forscher erhoffen sich mit dieser Methode neue Entdeckungen und Erkenntnisse über die kleinsten Strukturen von Materie.

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