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Digitales Pilotprojekt an der Universität zu Köln

Kölner und Aachener Hochschule starten Pilotprojekt für digitales Wissen

29. November 2016 | 12:30 | red
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Die Kölner Uni will zusammen mit zwei Partnern ein digitales Pilotprojekt an den Start bringen. Es könnte wegweisend sein. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Die Universität zu Köln, die RWTH Aachen und das Hochschulbibliothekszentrum (hbz) haben am heutigen Dienstag den Start eines neuen Pilotprojekts bekannt gegeben. Das soll zukünftig Wissen in digitaler Form bereitstellen.

Wie die Kölner Hochschule am heutigen Dienstag berichtete, pilotieren die drei Einrichtungen ein neues landesweites Angebot zur langfristigen Bereitstellung digitaler Informationen im Wissenschaftsbereich. Wissenschaftliche Publikationen, Lehrmaterialien und Verwaltungsakten liegen heute oftmals nur noch elektronisch vor. Reproduzierbarkeit, Transparenz und Verfügbarkeit von Forschungsergebnissen spielen heute eine in allen Wissenschaften größer werdende Rolle. Doch die elektronischen Dokumente sind vergänglich und dem Technologiewechsel unterworfen.

Damit durch den schnellen, digitalen Wandel nichts an Wissen verloren geht, sollen die digitalen Inhalte nicht nur langfristig gespeichert werden, sie sollen auch über mögliche, zukünftige Technologiewechsel hinaus nutzbar bleiben. So sollen die Informationen auch dann noch lesbar bleiben, wenn durch die rasche Weiterentwicklung beispielsweise die ursprüngliche Anwendungssoftware oder das Datenformat nicht mehr verfügbar sind.

Die Rechenzentren und die Universitätsbibliotheken der RWTH Aachen und der Universität zu Köln sowie das hbz werden das neue Angebot zunächst gemeinsam aufsetzen und für ihre Hochschulen nutzbar machen. Die Partner wollen in dieser Pilotphase verschiedene Nutzungsszenarien und Anwendungsfälle umsetzen. Die so geleisteten Vorarbeiten sollen den anderen Hochschulen den Einstieg in die Nutzung des landesweiten Angebots erleichtern, hieß es dazu weiter.

Zunächst drei Monate Anpassungsphase – Akteure werden einbezogen

Die drei Einrichtungen werden deshalb in den kommenden Monaten erhebliches Know-how und Arbeitskraft investieren, um das neue Angebot im Pilotbetrieb möglichst umfassend an die unterschiedlichen Bedürfnisse der nordrhein-westfälischen Hochschulen anzupassen. Das Ziel ist, für möglichst viele unterschiedliche Aufgabenbereiche eine bedarfsgerechte Lösung für alle anderen Hochschulen umzusetzen. Durch die Verteilung der Aufgaben auf verschiedene Akteure und Akteurinnen können zugleich vorhandene Kompetenzen optimal genutzt und benötigtes Fachwissen ressourcensparend erworben und weitergegeben werden, so das Ziel des Projekts.

Das Projekt wird neben Verwaltung und Bibliotheken auch die Forscherinnen und Forscher miteinbeziehen. Für die Langzeitverfügbarkeit von Forschungsdaten hat der national agierende Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) unlängst weitgehend deckungsgleiche Anforderungen und Ziele in seinen Empfehlungen 2016 definiert. Das landesweite Angebot könnte also auch über Nordrhein-Westfalen hinaus Modellcharakter entwickeln. Insbesondere kann über die vorgesehene Aufgabenteilung innerhalb des landesweiten Angebots eine Lösung für die durch das Papier benannten enormen Qualifikationsbedarfe gefunden werden, so die Hoffnung.

Das hbz wird in den kommenden Monaten die benötigte Infrastruktur im hauseigenen Fachrechenzentrum aufbauen. Gemeinsam mit Partnern der RWTH Aachen und der Universität zu Köln werden anschließend die ausgearbeiteten Anwendungsbeispiele umgesetzt. Nach der Pilotierungsphase wird das Angebot zeitnah allen Hochschulen des Landes verfügbar gemacht, kündigten die Projektpartner abschließend an.

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