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Flüchtlingspolitik in Köln

Am Freitag ist Fachtagung im Rathaus

13. September 2016 | 11:00 | red
Rathaus_Front

Im Historischen Rathaus findet am kommenden Freitag eine Fachtagung für Flüchtlinge mit besonderem Schutzbedarf statt. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Am kommenden Freitag findet im Historischen Rathaus eine Fachtagung für Flüchtlinge mit besonderem Schutzbedarf statt. Auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist dabei.

Die Fachtagung mit dem Titel „Geflüchtete mit besonderem Schutzbedarf“ will dabei auch die individuellen Fluchterfahrungen thematisieren und zugleich Fragen zu einer bedarfsgerechten Versorgung stellen. Denn auch in Köln sind viele Menschen noch immer in Turnhallen oder Wohncontainern untergebracht. Derzeit sind es in Köln weit über 13.000.

Dabei hat Köln seit dem Ausklingen der vorangegangenen „Flüchtlingskrise“ (2004) einen Leitfaden zur Unterbringung erarbeitet, der den Anforderungen an Menschenwürde gerecht wird. Von einer dezentralen Unterbringung mit bis zu 80 Personen ist man in Köln aber meilenweit entfernt. Zwar werden nun immer mehr neue Standorte und zuletzt auch Wohnhäuser mit Flüchtlingen belegt. Doch die hohe Zahl der Flüchtlinge verhindert, dass alle entsprechend mit Wohnraum versorgt werden.

Eine bedarfsgerechte Versorgung ist ebenso wichtig wie eine gute Begleitung und Betreuung und auch hier gab es zuletzt immer wieder Anlass zu kritischen Berichten, etwa über nicht qualifiziertes Wachpersonal und sogar Übergriffe.

Vortragende der Fachveranstaltung im Historischen Rathaus sind unter anderem Volker Maria Hügel, Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V., GGUA Münster, Sven Veigel-Sternberger, Behandlungszentrum für Folteropfer e.V. im Zentrum ÜBERLEBEN, Zentrum für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste aus Berlin und der neue Kölner Sozialdezernent Dr. Harald Rau.

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