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Lehrling des Jahres 2014

Von der Eifel über Köln nach Berlin

26. November 2014 | 15:00 | red
Bild: Kreishandwerkerschaft Köln

Rebecca Hambach studiert inzwischen, zuvor absolvierte sie ihre Ausbildung zur Damenschneiderin in einem Kölner Maßatelier. Bild: Kreishandwerkerschaft Köln

„Was nicht passend ist, wird passend gemacht“, so oder so ähnlich könnte man den Traditionsberuf des Maßschneiders, der Maßschneiderin umschreiben. Seitdem Kleidung industriell hergestellt wird, müssen Menschen mit Proportionen außerhalb der Standardgrößen ihre Kleidung bisweilen auf den Leib schneidern lassen.

Das Maßschneiderhandwerk gehört damit zu den althergebrachten Berufen, an deren handwerklichen Geschick auch Internet, Facebook & Co. wenig geändert haben. Zwar halten auch hier die modernen Medien Einzug, aber wer die Gesellenprüfung bestehen will, muss dennoch die „basics“ beherrschen.

Nicht zuletzt um diesen Ausbildungsberuf ins rechte Licht zu rücken, hat die Kölner Kreishandwerkerschaft zum zweiten Mal den Wettbewerb „Lehrling des Jahres“ ausgelobt. Gewinnerin ist Rebecca Hambach. Die 24-Jährige aus Kall in der Eifel absolvierte im Sommer ihre Gesellenprüfung, und das erfolgreich.

Den Preis selbst wird sie am kommenden Freitag im Haus des Kölner Handwerks an der Frankenwerft in Empfang nehmen. Dank ihrer Abschlussnote „sehr gut“ darf sich die junge Fachkraft nun als „Beste der Besten“ fühlen. Ausgebildet wurde sie im Maßatelier Marianne Teichmann, die ihre Geschäftsräume auf der Kölner Mittelstraße hat. Für Hambach war das aber nur eine Etappe. Inzwischen studiert sie an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin im Studiengang „Bekleidungstechnik und Konfektion“.

Auch bei der zweten Ausgabe des Wettbewerbs haben sich die Auslober auf zwei Ausbildungsgruppen beschränkt, die im Handwerk ziemlich unterrepräsentiert sind: Frauen und Abiturienten. Lediglich etwas mehr als ein Fünftel (21,5 Prozent) der Lehrlinge waren zum Ende des Jahres nach Kammerzahlen weiblichen Geschlechts, nicht einmal jeder sechste Azubi (15,5 Prozent) hatte Abitur.

Der Wettbewerb wird gemeinsam von der Kreishandwerkerschaft Köln und dem Verein „Köln plus Partner e.V.“ ausgerichtet.

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