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Messepremiere in Köln

Erstmals Veganfach in der Kölnmesse

1. November 2016 | 10:00 | red
Bild: Kölnmesse GmbH

In der Kölnmesse feiert die Veganfach zum Wochenende ihre Premiere. Die Veranstalter rechnen mit 10.000 Besuchern. Bild: Kölnmesse GmbH

In der Kölnmesse findet zum Ende dieser Woche erstmals die „Veganfach“ statt. Die Messe richtet sich an den wachsenden Markt für vegane Lebensmittel und läuft über zwei Tage.

Wie der Veranstalter am gestrigen Freitag ankündigte, findet am 4. und 5. November die erste vegane Messe dieser Art in der Kölnmesse statt. Man rechne mit rund 10.000 Besucherinnen und Besuchern, hieß es dazu weiter. Zudem findet am heutigen Dienstag der Weltvegantag statt. Der Markt für vegane Produkte und Lebensmittel ist längst ein Massenmarkt.

Wie die Kölnmesse und die Veganfach im Rahmen einer repräsentativen Stichprobe berichteten, sollen sich in Deutschland bereits 1,3 Millionen Menschen ernähren. Vegan geht über vegetarisch hinaus, verzichten die „Veganer“ sowohl auf Fleisch, wie auch auf Milch, Eier und auch Leder. Auch weltweit steigt die Zahl der Menschen, die auf solche Produkte verzichten.

Studie über Veganer in Deutschland mit klarer Tendenz

Die aktuellen Zahlen bedeuten einen deutlichen Anstieg, schaut man auf die letzte offizielle Erhebung aus dem Jahr 2008. Laut der „Nationalen Verzehrstudie II“ des Bundesforschungsinstitutes für Ernährung und Lebensmittel ernährten sich 2008 weniger als 80.000 Menschen in Deutschland vegan. In Laufe der Jahre sprach man im Zuge des Vegan-Trends von rund 900.000 Menschen. Der Trend zur veganen Ernährung hat 2010 eingesetzt und erfährt jährlich Steigerungen von mehr als 15 Prozent.

Auch die Zahl der „Direkt-Veganer“, die direkt in die vegane Lebensweise gewechselt sind, stieg deutlich an. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) hatten sich zuvor gar nicht beschränkt und wurden sofort vegan. Die meisten Veganer sind laut Umfrage Frauen (80,7 Prozent), zwischen 20 und 39 Jahre alt (59,9 Prozent) mit einem hohen Bildungsabschluss (70,6 Prozent). Weitere 12,3 Prozent erwägen einen Wechsel in die vegane Lebensweise, rund ein Drittel wollen auf Eier und Milchprodukte wechseln.

Die Gründe für den Wechsel ins Vegane sind vielfältig. Zu den Hauptgründen gehören gesunde Ernährung, Schutz und Rechte der Tiere, Klimaschutz und Welternährung. Mehr als die Hälfte der Befragten nannten den Tierschutz (61,2 Prozent), gefolgt von dem Aspekt der eigenen Gesundheit (8,3 Prozent) und dem Umweltschutz (6,1 Prozent). Knapp ein Viertel (24,4 Prozent) gab andere Gründe für diesen Wechsel an.

Bisher war es unsere Hoffnung. Jetzt steht die Zahl von 1,3 Millionen Veganern in Deutschland fest. Wir freuen uns über diese hohe Zahl. Und jedes Jahr kommen 15% dazu. Auch die Beweggründe all dieser Menschen bestätigen unsere Arbeit der letzten Jahre: Kein Tier muss für die Ernährung der Menschen leiden oder sterben. Wir zeigen mit der veganen Lebensweise die Alternative auf. Jeden Tag neu“, frohlockte Christian Vagedes, Gründer und Vorsitzender der Veganen Gesellschaft Deutschland e.V., Initiator der Veganfach und Herausgeber des Vegan Magazin.

Die meisten Veganer in Deutschland leben in Ein- bis Zwei-Personen-Haushalten. Vegane Ernährung führt auch zu höherer Aktivität, so die These der Studienautoren. So treiben Veganer mehr Sport als Nicht-Veganer: knapp ein Viertel (23,5 Prozent) mindestens ein Mal pro Woche, 30,5 Prozent sogar mehrmals wöchentlich. Ob allerdings nur die vegane Ernährung der Grund für mehr sportliche Aktivität verantwortlich ist, dürfte eher eine Vermutung der Autoren sein. Wahrscheinlicher ist, dass Veganer sich deutlich bewusster ernähren. Auch Ältere steigen immer häufiger um, inzwischen ernährt sich und lebt ein knappes Viertel vegan.

Durchgeführt wurde die Umfrage durch das Markforschungsinstitut Skopos. Dazu wurden 1000 zufällig ausgesuchte Personen befragt. Die Umfrage fand im zurückliegenden Monat Oktober statt.

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