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Informationsveranstaltung im Studio Dumont

Experten erläutern ‚gesunden Schlaf‘

5. Oktober 2016 | 13:45 | red
Experten in Sachen Schlaf: Dr. Christoph Möckel (rechts) und Dr. Peter Liesegang (links) kennen sich mit Schlafproblemen und ihrer Behandlung gut aus. Bild: Celitinnen

Experten in Sachen Schlaf: Dr. Christoph Möckel (rechts) und Dr. Peter Liesegang (links) kennen sich mit Schlafproblemen und ihrer Behandlung gut aus. Bild: Celitinnen

Im Studio Dumont in der Kölner Innenstadt haben Experten kürzlich in einer Informationsveranstaltung Wissenswertes zur wichtigen Rolle eines „gesunden Schlafes“ weitergegeben. Die Gefahren von dauerhafter Übermüdung sind vor allem immer wieder im Straßenverkehr sichtbar. Etwa ein Viertel aller Verkehrsunfälle ist in Deutschland darauf zurückzuführen, dass die Verursache müde am Steuer saßen.

Dr. Peter Liesegang, Leiter des Schlaflabors im St. Marien-Hospital, erläuterte die verschiedenen Arten von Schlafstörungen und wie er ihnen im Schlaflabor auf die Spur kommt. Meist beginnt es relativ harmlos mit anhaltendem Schnarchen in der Nacht. Später folgt dann drückende Müdigkeit am Tag trotz genügend Schlaf. Einige Menschen können auch mitten in der Nacht eine Beklemmung in der Brust verspüren. Spätestens dann empfiehlt der Mediziner den Gang zum Hausarzt.

In der Regel geht es dann mit einem so genannten „Schlafapnoescreening“ weiter. Ist das auffällig, wird der Patient für eine Nacht in ein Schlaflabor überwiesen. Hier werden neben einem Video des Patienten auch über zehn Signale von EEG über EKG bis hin zu Daten zu Beinbewegungen aufgezeichnet. Anhand derer erkennt Liesegang welche Art von Schlafstörung vorliegt und kann eine entsprechende Therapie empfehlen. Zahnschienen und Schlafmasken sind da nur zwei der gängigen Behandlungen.

Warum beispielsweise nächtliche Atemaussetzer den gesunden Schlaf verhindern, ist das Spezialgebiet von Dr. Christoph Möckel, Chefarzt der Klinik für HNO am St.-Franzisikus-Hospital. Mit einem Video zeigte er, wie mittels Schlafendoskopie die genaue Ursache von nächtlichen Atemaussetzern bestimmt werden kann. Anschaulich beschrieb er dann verschiedene Therapieoptionen, angefangen von übergroßen Mandeln, ein verlängertes und schlaffes Gaumensegel (unter anderem auch für heftiges Schnarchen verantwortlich) bis hin zu Zungenimplantaten. Das Kölner St. Franziskus-Hospital ist eines der wenigen deutschen Krankenhäuser, das an großangelegten Studien zu neuen Behandlungsmethoden teilnimmt.

Im Anschluss an die offiziellen Vorträge gab es die Möglichkeit, direkt mit den Medizinexperten in Kontakt zu treten. Nicht wenige Besucherinnen und Besucher blieben an diesem Tag noch etwas länger, um sich direkt mit den Schlafexperten auszutauschen.

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