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Aktionstag gegen Übergewicht

Franziskus-Hospital startet „Save a Life Day“

17. Mai 2016 | 11:00 | red
Vor allem das Mittelalter ist von Adipositas betroffen.  Grafik: IT.NRW

Vor allem das Mittelalter ist von Adipositas betroffen. Die Zahlen steigen deutlich an.  Grafik: IT.NRW

Mit ihrer Aktion „Save a Life Day“ wollen Mediziner bundesweit auf krankhafte Formen des Übergewichts hinweisen. Auch das Kölner Franziskus-Hospital im linksrheinischen Stadtteil Ehrenfeld macht mit.

Wie deren Verantwortliche am heutigen Dienstag ankündigten, findet der bundesweite Aktionstag am Mittwoch nächster Woche statt. Das Department für Adipositaschirurgie und Metabolische Chirurgie des St. Franziskus-Hospitals hat zu diesem Anlass eine Liste von Behandlungszentren, Praxen, Therapieprogrammen und Kliniken erstellt, die sich in NRW der Behandlung dieser Erkrankung widmen.

Gemeinsam unterstützen sie den Aktionstag und treten für seine Ziele ein. Neben mehr Informationen über die Erkrankung und die damit verbundenen, gesundheitlichen Gefahren wollen die Protagonisten auch über neueste Forschungsergebnisse und Therapieansätze berichten.

Adipositas, krankhaftes Übergewicht und das damit assoziierte kardio-metabolische Syndrom nimmt seit Jahrzehnten weltweit dramatisch zu. Effektive Präventionsprogramme gibt es zwar derzeit noch nicht, damit liegt von ärztlicher Seite die zentrale Aufgabe in der Behandlung der Erkrankten.

Das St. Franziskus-Hospital und viele weitere Ärzte engagieren sich im Aufbau von medizinischen Versorgungsstrukturen in Deutschland (Adipositaszentren) und fordern dafür eine adäquate finanzielle Ausstattung. Ein Kernpunkt der Forderungen ist die Abschaffung der Einzelgenehmigung für adipositaschirurgische Eingriffe, wenn diese leitliniengerecht und qualitätsgesichert durchgeführt werden. Denn die Genehmigungs-Praxis der Krankenkassen ist regional unterschiedlich, nicht nachvollziehbar und damit nicht selten sozial ungerecht.

Anlässlich des Europäischen Obesity Days wollen die Organisatoren Adipositas der deutschen Öffentlichkeit nahebringen und zugleich die Notwendigkeit einer angemessenen, medizinischen Versorgung von Adipositas-Kranken nachdrücklich aufzeigen, so die Verantwortlichen des Kölner Krankenhauses abschließend.

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