Adnet
Schaltplatz
Ceres-Tagung zur Geschlechter-Gesundheit

Frauen und Männer gehen unterschiedlich mit Gesundheit um

26. Oktober 2016 | 09:45 | red
Auch Breakdance lässt sich in den Sommerferien lernen – wie hier von Kindern des Lino-Clubs vorgeführt. Foto: ehu

Schon als Kinder gehen die Geschlechter unterschiedlich mit ihrer Gesundheit um. Männer mögen es etwas riskanter. Symbolbild: ehu/Archiv

Gesundheitskompetenz ist eine vielzitierte Herausforderung in unserer heutigen Zeit. Doch empirische Untersuchungen zeigen, dass die beiden Geschlechter recht unterschiedlich mit ihrer eigenen Gesundheit umgehen.

Für die Organisatoren des Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) kommt damit die Frage auf, ob die vielen Programme zur Gesundheitsvorsorge aufgrund der fehlenden Berücksichtigung grundsätzlicher Geschlechter-Unterschiede bei diesem Thema überhaupt zeitgemäß sind.

Genau dazu wird am morgigen Donnerstag eine ganztägige Fachveranstaltung in der Fritz-Thyssen-Stiftung in der Kölner Innenstadt stattfinden. Die Organisatoren befürchten, dass es zu einer genderbezogenen Über-, Unter- und Fehlversorgung komme, weil Unterschiede zum Beispiel in der Symptomatik von Krankheiten, in der Wahrnehmung von Krebsvorsorgemaßnahmen, im Umgang mit Gesundheitsinformationen oder in Ernährung, Lebensweise und Risikoverhalten weitgehend ignoriert werden.

Die internationale ceres-Tagung „Gender-Sensitive Health Literacy – A Future Concept for Public Health?” versammelt am am morgigen Donnerstag weltweit führende Expert/innen in Köln, um genderbezogene Besonderheiten der Gesundheitskompetenz und -versorgung zu diskutieren und Ansätze für die zukünftige Gestaltung eines gendergerechten Gesundheitswesens zu entwickeln. Referieren werden unter anderem Prof. Richard Osborne, PhD (Australien), Prof. Cristine Smith, EdD (USA) und Prof. John Oliffe, PhD, RN (Kanada).

Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem Prodekanat für Akademische Entwicklung und Gender der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln sowie der Abteilung für Medizinische Psychologie und Gender Studies der Uniklinik Köln ausgerichtet. Tagungssprache ist Englisch. Das Ceres ist ein Zentrum für inter- und transdisziplinäre Forschung und wird von insgesamt fünf Universitätsfakultäten getragen.

Weitere Informationen zum Ablauf der Veranstaltung finden sie auch im Internet unter: http://ceres.uni-koeln.de/veranstaltungen/tagungen/gender-sensitive-health-literacy/.

, , , , , , ,