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Kölner Wissenschaftlerin erhält Carreras-Stipendium

Krebsforscherin will neue Therapie für seltene Leukämie-Variante

22. Oktober 2016 | 17:00 | red
Bild: Archiv Köln Nachrichten

Eine Kölner Krebsforscherin erhält ein Stipendium der José Carreras-Stiftung. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Für ihre Forschungsarbeiten an einer seltenen Form der Leukämie hat die Kölner Onkologin Dr. Alexandra Schrader nun ein hochdotiertes Stipendium der Carreras-Stiftung erhalten. Das wurde anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie beschlossen.

Wie die Verantwortlichen der Kölner Universitätsklinik am gestrigen Freitag berichtete, erhält die Kölner Stipendiatin die Unterstützung für ihre Forschungsarbeiten an der T-Zell Prolymphozyten-Leukämie (T-PLL). Die ist eine eher seltene Form des Blutkrebses, die vorwiegend bei älteren Patienten auftritt. Sie spricht auf die üblichen Therapien schlecht an und führt in der Regel innerhalb von zwei bis drei Jahren zum Tod.

Aus Studien anderer Blutkrebsformen ist bekannt, dass eine Veränderung von kleinen Nukleinsäureabschnitten – sogenannte micro RNAs – die in der Zelle wichtige regulatorische Funktionen übernehmen, zur Entstehung der malignen Erkrankung beitragen kann“, erläuterte Dr. Marco Herling, Leiter der Arbeitsgruppe „Lymphozytäres Signaling und Onkoproteom“ an der Medizinischen Klinik I der Uniklinik Köln.

Daher setzt das Projekt „Charakterisierung des deregulierten ‚miRoms‘ der T-PLL zur Untersuchung seiner Rolle für die Pathogenese“ genau an diesem Punkt an. „Es ist unser Ziel, die Eigenschaften der micro RNAs in der T-PLL umfassend zu charakterisieren und auch mögliche Veränderungen zu dokumentieren“, ergänzte Stipendiatin Schrader. Die geplanten Arbeiten zielen auf eine grundlegende Verbesserung des molekularen Verständnisses der bisher unzureichend verstandenen T-PLL ab.

Die Stipendien sind mit einer Fördersumme von maximal 41.400 Euro pro Jahr ausgestattet. Zusätzlich können bis zu 1250 Euro pro Jahr für Reisekosten beantragt werden. Der Förderzeitraum beträgt zunächst ein Jahr und kann auf bis zu drei Jahre verlängert werden. Die José Carreras-Stiftung wurde 1988 in Barcelona gegründet, die deutsche Sektion nahm 1995 ihre Arbeit auf. Seither wurden bereits über 200 Millionen Euro gesammelt und mehr als 1100 Projekte finanziert, die den Bau von Forschungs- und Behandlungseinrichtungen, die Erforschung von Leukämie und ihrer Heilung sowie die Arbeit von Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen unterstützen wollen.

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