Medizinsche Spitzenforschung

Neues PET/CT-Gerät in Kölner Uniklinik

12. November 2014 | 16:15 | red
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Das neue PET/CT-Gerät steht ab sofort in der Kölner Klinik für Nuklearmedizin an der Universitätsklinik. Bild: Uni Köln

Die Kölner Universitätsklinik ist einer der Hotspots deutscher Medizinforschung. Am gestrigen Dienstag gaben die Hochschulverantwortlichen ihre jüngste Errungenschaft bekannt.

So steht das deutschlandweit modernste Gerät für die so genannten Positronen-Emissions-Tomographie in Kombination mit der Computertomographie (kurz: PET/CT) in der Klinik für Nuklearmedizin an der Landesklinik. Sie ist ab sofort moderner Bestandteil der Diagnostik von Tumorerkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems, wie beispielsweise Demenzen, teilten die Verantwortlichen weiter mit.

Der Scanner des riesigen Diagnoseapparates bietet eine optimierte Bildqualität und Empfindlichkeit bei einem höheren Patientenkomfort sowie kürzeren Untersuchungszeiten bei zugleich deutlich verringerter Strahlenbelastung, betonten die Verantwortlichen weiter. Das Gerät stammt von der Firma Siemens (Biograph mCT Flow 128 Edge) und kombiniert neuartige Detektortechnologie für die PET und die 128-Zeilen High-End CT Technik mit einem nahtlosen Patientenvorschub-Verfahren.

Mithilfe der neuen Technologie – eine Kombination exakter struktureller und sensitiver funktioneller Information – erreichen die Aufnahmen eine hohe Empfindlichkeit, die wiederum schon kleinste Metastasen und verbliebene Tumorgewebe bei vielen Krebserkrankungen sichtbar machen kann. Dabei wird der Körper der Patienten um mehr als die Hälfte weniger mit Strahlen belastet.

Exaktere Tumorbestimmung möglich

Auch an den Liegekomfort der Patienten wurde geacht. Die Röhrer zeichnet sich durch einen besonders großen Durchmesser der Kamera-Öffnung aus, was die gefühlte Enge und damit das Risiko von Platzangst deutlich reduziert. Durch die kontinuierliche Vorschubtechnik ohne Aufnahme-Stopps wird die Untersuchungsdauer zudem deutlich reduziert.

„Wir erwarten, dass sich mit dem neuen Scanner gegenüber vorangehenden Geräten das Ausmaß vieler Tumorerkrankungen exakter bestimmen lässt und auch Rezidive zum Beispiel beim Prostatakarzinom früher erkennbar werden“, betonte Prof. Dr. Alexander Drzezga, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin.

Neben der höheren Empfindlichkeit und dem Komfortgewinn während der Untersuchung können die Einstellungen des hochsensiblen Gerätes auch individuell angespasst werden. Das neue Gerät soll vor allem im Centrum für integrierte Onkologie Köln Bonn (CIO) eingesetzt werden. Damit erhoffen sich die Mediziner eine Verbesserung der „personalisierten Krebstherapie“ sowie eine deutlich frühere Erkennung von Alzheimer-Erkrankungen. Über die Kosten der Neuanschaffung machten die Verantwortlichen keine Angaben.

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