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Geburtstag für Kalker Netzwerk für Familien

Jubiläumsfachtag zum runden Geburtstag

27. Oktober 2016 | 15:00 | red
Christiane Petri (rechts) und Daniela von Palubicki (links) sind die Koordinatorinnen des Kalker Netzwerks.  Bild: Kalker Netzwerk für Familien

Christiane Petri (rechts) und Daniela von Palubicki (links) sind die Koordinatorinnen des Kalker Netzwerks. Bild: Kalker Netzwerk für Familien

Das Kalker Netzwerk für Familien feiert den zehnten Geburtstag. Dazu gab es am heutigen Donnerstag eine Jubiläumsfeier im Zentrum der Gold Kraemer Stiftung. Bürgermeisterin Elfi Scho hielt die Begrüßungsrede.

Vor genau zehn Jahren begann die Geschichte des Familienzentrums mit einer Würdigung als Best Practise-Einrichtung des Landes NRW. Mit seinem Verbund von mittlerweile 12 Kindertagesstätten (in drei Familienzentren) sowie 15 weiteren Einrichtungen von Hilfen für Familien in der Jugendhilfe und im Gesundheitswesen in den Stadtteilen war dieses Netzwerk Modell für die Verbund-Familienzentren in NRW.

Das Kalker Netzwerk hat die Entwicklung des Landesprogramms der Familienzentren maßgeblich mitgeprägt. Das Kölner Beispiel hat ´Schule gemacht`, weil es so überzeugend war. Wir haben deshalb heute rund ein Drittel sogenannter Verbund-Familienzentren in NRW – Allerdings ist kein Verbund mit dem Kalker Netzwerk vergleichbar“, lobte die Referatsleiterin für die Familienzentren im Landesministerium Gudrun Schmidt.

Es ist beeindruckend zusehen, wie sich dieses in Kalk, Höhenberg und Vingst entwickelte Modell einer Kooperation und Vernetzung von vielen verschiedenen Trägern mit ihren Angeboten bewährt hat“, ergänzte Kölns erste Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes.

Das Konzept der Familienzentren setzt auf Vernetzung und Bündelung unterschiedlicher Träger. Die Kindertagesstätten und die beteiligten Einrichtungen befinden sich sowohl in öffentlicher, kirchlicher als auch in freier Trägerschaft. Koordiniert wird das Netzwerk von Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes Köln und der Katholischen Jugendagentur Köln (KJA Köln). Als Anlaufstellen haben sich die Koordinationsbüros des Kinderschutzbundes Köln im Zentrum der Gold Kraemer Stiftung an der Rolshover Straße und der KJA Köln in der Burgstraße etabliert. Hier finden Familien Rat und Unterstützung wie auch die Mitarbeitenden der beteiligten Einrichtungen kompetente Ansprechpartnerinnen für ihre Anregungen und Anliegen.

Bilanz der ersten zehn Jahre – ein Erfolgsmodell

Auf dem Jubiläumsfachtag zogen die Verantwortlichen auch eine Bilanz ihrer bisherigen Arbeit und dem Ergebnis. Wie haben sich die Sozialräume weiterentwickelt, wie haben sich die Anforderungen an die Fachkräfte im Kalker Netzwerk verändert und wie kann trotz knapper Ressourcen die wichtige Netzwerkarbeit auch weiterhin lebendig gestaltet werden, ist dabei die entscheidende Frage.

Alles Fragen, auf die es keine schnellen und patenten Lösungen gibt. Aber wir können gemeinsam gute Wege in einem engen Netzwerk gehen“, berichtet Koordinatorin Daniela von Palubicki von der KJA Köln.„Ohne die fachliche Unterstützung durch das Land, die Stadt Köln und alle engagierten Träger, wäre dieses beeindruckende Netzwerk nicht das, was es heute ist: ein Erfolgsmodell für Familien“, ergänzte ihre Kollegin vom Kinderschutzbund, Christiane Petri.

Zu den Zielen der Familienzentren gehört weiterhin eine optimale Betreuung, vor allem für den Nachwuchs. Das beginnt bei Angeboten frühkindlicher Bildung und vorschulischer Betreuung. Die Angebote richten sich aber auch an die Eltern. Dabei passen die Verantwortlichen ihre konkreten Angebote jeweils an die bestehenden Anforderungen an. Die Angebotsentwicklung entsteht, wird erprobt, überprüft und weiterentwickelt im Dialog mit den Mitarbeitenden. Regelmäßige Fachtage zu aktuellen Themen und Austauschnachmittage mit dem Schwerpunkt auf der praktischen Erprobung sind fester Bestandteil des Netzwerks.

Die intensive Zusammenarbeit hat sich für die Familien sowie für die beteiligten Mitarbeitenden bis heute als sinnvoll erwiesen: durch kürzere Wege und persönlichen Kontakt konnte der Zugang zu verschiedenen Hilfen für die Familien deutlich erleichtert werden und bedarfsbezogene Angebote konnten gemeinsam entwickelt werden. Das dürfte sich auch in den nächsten zehn Jahren nicht wesentlich ändern, wie auch Bürgermeisterin Scho abschließend bemerkte.

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