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Neues Angebot für Flüchtlingsfamilien

Mit mobiler Kunstwerkstatt Traumata überwinden

24. November 2016 | 13:30 | red
Die Kunstpädagogin Birgit Urbanus und der Künstler Andreas Erb sind mit ihrer Künstlerkiste seit September in der Stadt unterwegs.  Bild: Caritas/In Via

Die Kunstpädagogin Birgit Urbanus und der Künstler Andreas Erb sind mit ihrer Künstlerkiste seit September in der Stadt unterwegs. Bild: Caritas/In Via

Der Katholische Verband Invia hat im September dieses Jahres ein neues Kulturangebot auf den Weg gebracht. Eine mobile Kunstwerkstatt namens MOKU tourt seither durch die Domstadt, mit wachsendem Erfolg.

Wie die Verantwortlichen des Katholischen Verbandes für Mädchen- und Frauensozialarbeit Köln e.V. am heutigen Donnerstag berichteten, stehen die Kunstwerkstatt jeden Montag zwischen 13:30 und 17:30 Uhr vor verschiedenen Flüchtlingsunterkünften, so etwa in Gremberg (Westerwaldstraße) oder Kalk (Hotel Arena one). Mit im Gepäck hat der mobile Fahrradanhänger der MOKU verschiedene Materialien aus dem künstlerischen Bereich.

Interessierte Kinder, Jugendliche und ihre Familien haben an den ausgewählten Tagen rund eineinhalb bis zwei Stunden Zeit, sich in entspannter Atmosphäre einem Kunstprojekt zu widmen. Mit der MOKU baut der Sozialverband sein kunstpädagogisches Angebot für die Zielgruppe der Geflüchteten weiter aus.

Während des Projektes arbeiten Ehrenamtliche und freie Mitarbeiter/-innen von Invia gemeinsam mit den Geflüchteten an spannenden Kunstprojekten, die im Anschluss beispielsweise für die Verschönerung der Unterkünfte genutzt werden. Gleichzeitig wird die Zielgruppe motiviert, die Kunstmaterialien unter fachkundiger Anleitung produktiv und kreativ im Freien oder in geeigneten Räumen in den Unterkünften einzusetzen und Eigenes zu erschaffen, so der pädagogische Ansatz des Konzepts.

Kunstkiste soll Kreativität anregen – Am Ende Abschlussveranstaltung

Die „Kunstkiste“ enthält Überraschungen, die, kombiniert mit den Gegebenheiten vor Ort wie Bänken auf dem Schulhof, Bäume vor dem Klassenraum, Fundstücke vom Rhein und den Ideen der Kinder, Neues entstehen lassen. Dabei werden der Kreativität der Teilnehmer/-innen aus den unterschiedlichen Kulturen keine Grenzen gesetzt. Recycling und Upcycling sollen den Gedanken der Nachhaltigkeit mit einfließen lassen.

Die Kreativität wird durch die Umwandlung von „Müll“ in Skulpturen, Plastiktüten in Wimpelketten, alten Stoffen in Kissenbezüge und die Nutzung von Kleinteilen wie Knöpfen und Deckeln angeregt. Auch die Umwandlung von Alltagsgegenständen wie zum Beispiel Plastikstiefel und Kinderspielzeug in Blumentöpfe, Holzreste in Sitzmöbel oder Spiele mit Naturmaterialien, regen die Phantasie an und helfen dabei, sich aktiv mit der Umgebung auseinanderzusetzen.

Das Kunstprojekt für Flüchtlinge wird noch bis Ende April kommenden Jahres von Invia begleitet. Am Ende ist eine feierliche Abschlussveranstaltung geplant. Die Kunstwerke der Flüchtlinge soll zudem in den Räumen des Sozialverbandes ausgestellt werden.

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