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Flüchtlingsunterbringung in Köln-Kalk

Neue Unterkünfte an der Thessaloniki-Allee werden fertig

6. Dezember 2016 | 08:15 | red
Bild: Köln Nachrichten

Unweit des Kölner Bürgerparks in Kalk hat die Stadt sechs Wohnhäuser angemietet. Diese Woche ziehen die ersten Flüchtlingsfamilien ein. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Noch in dieser Woche wird die Stadt eine weitere Flüchtlingsunterkunft im rechtsrheinischen Stadtteil Kalk bezugsfertig machen. In der neuen Unterkunft, verteilt auf sechs Wohnhäuser, sollen bis zu 180 Personen ein neues Zuhause finden.

Wie die Stadt Köln zu Wochenbeginn bekannt gab, hatte die Stadtverwaltung dafür sechs Wohnhäuser in der Thessaloniki-Allee nahe dem dortigen Bürgerpark Kalk angemietet. In den Wohngebäuden befinden sich 53 Wohnungen, in denen nun Geflüchtete untergebracht werden sollen. Nach und nach will die Stadt so bis zu 180 Menschen eine neue Unterkunft bieten.

Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner sollen bereits am Donnerstag dieser Woche einziehen. Dabei handelt es sich vorwiegend um Familien, die über einen Aufenthaltstitel verfügen und eine langfristige Bleibeperspektive haben. Die Stadt setzt damit einen weiteren Baustein ihres Vier-Phasen-Modells um, in diesem Fall erreichen die betroffenen Familien die vierte Stufe, eine eigene Wohnung.

Bereits im Oktober hatte die Stadt Bürgerinnen und Bürger aus der Anwohnerschaft bei einer Podiumsveranstaltung über die Maßnahme informiert. Die geflüchteten Menschen werden von Sozialarbeitern der Stadt Köln betreut, die gut im Stadtteil vernetzt sind. Darüber hinaus helfen Dolmetscher etwaige Sprachbarrieren zu überwinden und unterstützen so die Integration der Geflüchteten in ihr neues Wohnumfeld, so das Konzept der Stadt

nach amtlichen Angaben muss die Stadt derzeit 13.451 Flüchtlinge unterbringen. Dazu ist sie gesetzlich verpflichtet. Die 2004 vom Stadtrat beschlossenen Mindeststandards sehen im Kern eine dezentrale Unterbringung im Stadtgebiet vor. Als Orientierungshilfe galt damals Unterkünfte für Geflüchtete einzurichten, die maximal 80 Personen umfassen. Mit eigenen Wohnungen und der damit gewahrten Privatsphäre genügt diese Form der Unterbringung den Mindeststandards. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt wegen der hohen Zuzugszahlen Abstand von diesen Vorgaben. Allerdings betonten die Verantwortlichen immer, dass man schnellstmöglich wieder zu den Mindeststandards zurückkehrten wolle.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses von Soziales und Senioren am 1. Dezember 2016 hatte der Sozialausschuss die Verwaltung beauftragt, eine detaillierte Planung für die Erreichung der Mindeststandards vorzulegen. Im Kern geht es dabei um die Frage, wann welche Turnhallen freigeräumt werden können. Das wiederum bedingt neue Unterkünfte im Stadtgebiet.

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