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Flüchtlingsunterbringung in Köln

Neue Unterkunft für Geflüchtete in der Wilhelm-Schreiber-Straße

11. November 2016 | 14:30 | red
Die doppelstöckigen Hochbetten warten auf ihre künftigen Benutzer. Sie können auch zerlegt und nebeneinander gestellt werden. Foto: ehu

Wohncontainer bieten ein Mindestmaß an Privatsphäre. Nun errichtet die Stadt eine neue Anlage in Köln-Ossendorf. Foto: ehu/Archiv

Die Stadt Köln setzt ihre Bemühungen um eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen weiter fort. In der kommenden Woche beginnen die Bauarbeiten für eine weitere Unterkunft, diesmal im linksrheinischen Stadtteil Ossendorf.

Wie das städtische Presseamt am heutigen Freitag bekannt gab, starten die Bauarbeiten für die geplante, zweigeschossige Wohncontaineranlage am Dienstag kommender Woche. Die Bauarbeiten dafür sollen bis März kommenden Jahres abgeschlossen sein. Die neue Unterkunft soll dabei Platz für bis zu 200 Personen bieten.

Die Unterkunft verfügt über separate Kochgelegenheiten und Gemeinschaftssanitäranlagen. Nachdem in den ersten Tagen die Baustelle auf dem Grundstück eingerichtet wird, startet die Baumaßnahme mit der Errichtung eines Fundaments.

Die Stadt ist gesetzlich verpflichtet, Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf zu bieten. Zwar ist die Anlage mit maximal 200 Personen mehr als doppelt so groß, wie es die Richtlinien zur dezentralen Unterbringung der Stadt aus dem Jahr 2004 vorsieht. Da derzeit aber noch immer viele Turnhallen als Notunterkünfte genutzt werden, bedeutet eine Containeranlage eine erhebliche Aufwertung und zumindest baulich eine Privatsphäre.

Derzeit leben rund 13.400 Flüchtlinge in der Domstadt, die Zahlen sind seit einigen Monaten leicht rückläufig. Da die Stadt aber noch immer knapp 20 Turnhallen als Unterkünfte nutzt und diese nun nach und nach freiziehen will, muss die Stadt weiterhin andere Standorte aktivieren. Die Stadt hat dazu ein Vier-Phasen-Programm entwickelt, dass den Flüchtlingen eine menschenwürdige Unterbringung sichern soll.

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