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Spendenübergabe für wohnungslose Frauen

SkF gibt 2000 Euro für weibliche Obdachlose

6. Dezember 2016 | 12:00 | red
 v.l.: Doris zur Linden, Angelika Berzdorf-Lenders und Barbara Helfrich bei der Spendenübergabe.  Bild: SkF e.V. Köln

v.l.: Doris zur Linden, Angelika Berzdorf-Lenders und Barbara Helfrich bei der Spendenübergabe. Bild: SkF e.V. Köln

Der Sozialdienst Katholischer Frauen SkF hat Ende vergangener Woche eine Geldspende überreicht. Ein Kölner Verein spendete 2000 Euro zur Finanzierung von Lebensmitteln und Hygieneartikeln für wohnungslose Frauen.

Wie der Sozialdienst in dieser Woche berichtete, stammt die Spende vom Frauenverein für Verkaufsvermittlung von Wertgegenständen aus Privatbesitz e.V.. Deren Vorsitzende Doris zur Linden ist vom Sinn der Geldspende überzeugt. Das Geld wird für Essen, Trinken, Hygieneartikel und andere notwendige Dinge verwendet, versicherte der Empfänger des Spendenschecks.

Auch wenn wir unsere ehrenamtliche Arbeit vor allem dem Verkauf und der Vermittlung schöner Dinge widmen, so sehen wir doch schon auf dem Weg ins „Lädchen“ die große Not, in der Frauen und Männer in Köln leben. Wir sind froh, wenn der SkF e.V. Köln mit seinen Angeboten möglichst viele Frauen erreicht und damit dazu beitragen kann, dass sich deren Situation wieder verbessert“, betonte zur Linden.

Die Übergabe erfolgte in der vergangenen Woche im „Lädchen“, zwischen Meissener Porzellan und anderen edlen Einrichtungsstücken. Hier hat der Frauenverein sein Zentrum, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen kümmern sich hier um das Geschäft. Sie gaben nun im Vorfeld des Jahreswechsels einen Teil ihrer Erlöse in diesem Jahr an die Notschlafstelle „Comeback“ des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. Köln.

Die Notschafstelle mit ihren neun Plätzen in Einzel- und Doppelzimmern bietet einen Schon- und Schutzraum für Frauen und weibliche Jugendliche, die aktuell ihre Wohnung verloren haben oder für längere Zeit wohnungslos sind. Es ist die einzige Einrichtung dieser Art, in die Frauen ihre Tiere mitbringen können.

Der Frauenverein hat eine lange Tradition, gegründet wurde er bereits in der Wirtschaftskrise nach dem Ersten Weltkrieg. Damals gehörten Menschen, die von Armut und Inflation betroffen waren, zur Zielgruppe. Sie konnten hier die ihnen noch verbliebenen Wertsachen zu einem angemessenen Preis in Zahlung geben.

Es ist schön, wenn zwei Vereine, die vor mehr als 100 Jahren von Frauen für Frauen gegründet wurden, auch heute noch zusammenarbeiten und auf die jeweils eigene Weise gesellschaftliche und soziale Verantwortung übernehmen“, erklärte Angelika Berzdorf-Lenders, die Vorstandsvorsitzende des SkF e.V. Köln.

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