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Flüchtlingsunterbringung in Köln

Stadt Köln räumt weitere Turnhallen frei

17. Oktober 2016 | 12:30 | red
Die große Turnhalle ist nur eine Übergangslösung für die derzeitige Notlage, auch der Kölner Stadtverwaltung. Bild: Stadt Köln

Bis Jahresende sollen bis zu zehn Turnhallen wieder als Sporthallen genutzt werden. Die Zahl der Flüchtlinge stagniert derzeit.  Bild: Stadt Köln

Die derzeit rückläufigen Flüchtlingszahlen und der weiterhin mit Hochdruck vorangetriebene Bau von neuen Unterkünften sorgen für etwas mehr Luft in der Kölner Flüchtlingspolitik. Nun konnte eine weitere Turnhalle freigezogen werden.

Wie die Stadt Köln am heutigen Montag berichtete, konnte neben den bereits geräumten Turnhallen Herler Ring in Köln-Buchheim und Heerstraße in Köln-Zündorf mit der Halle am Kolkrabenweg eine weitere Turnhalle am vergangenen Freitag geräumt. Insgesamt konnte die Stadt damit bereits 750 Plätze abbauen. Die Turnhallen sollen nun schnellstmöglich wieder dem Schul- und Vereinssport zugänglich gemacht werden. Im Schulzentrum Zündorf soll das bis Ende dieses Monats geschehen. In der zweiten Ferienwoche beginnen in der Turnhalle am Kolkrabenweg die Rückbauarbeiten, die voraussichtlich vier Wochen in Anspruch nehmen werden. Mitte November sollen Schulklassen und Vereine hier wieder Sport machen können.

Die Reihenfolge, in der Turnhallen geräumt werden sollen, hatte die Verwaltung zuvor mit Politik, Schule und Sport abgestimmt und eine Prioritätenliste vorgelegt. Der Freizug der Turnhalle des Gymnasiums Kreuzgasse in der Vogelsanger Straße steht ebenfalls und unmittelbar bevor. Danach folgt entsprechend der erstellten Rangfolge die Halle im Reitweg in Köln-Deutz. Alleine mit diesen beiden Objekten würden weitere 400 Notunterkunftsplätze abgebaut.

Wie bereits angekündigt, wird die Räumung der Turnhalle am Niehler Kirchweg etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Für die an diesem Standort untergebrachten alleinreisenden männlichen Geflüchteten stehen voraussichtlich erst ab Ende Oktober neu gewonnene Ressourcen zur Verfügung. Die Stadt Köln hält jedoch weiter an ihrem Ziel fest, auch diese Halle zeitnah freizuziehen.

Die Zahl der Flüchtlinge in Köln stagniert weiter auf hohem Niveau, derzeit sind es nach Angaben der Stadt 13.452. Vor einigen Monaten waren es einmal knapp 13.900. Derzeit sind noch rund 2500 Flüchtlingen notgedrungen in Turnhallen untergebracht. Bis zum Jahresende gehen die Verantwortlichen der Stadt davon aus, dass neun oder zehn Turnhallen wieder freigezogen werden können. In der Spitze waren 27 Turnhallen für Flüchtlinge vorgesehen. Voraussetzung für den Freizugsplan ist allerdings, dass die Flüchtlingszahlen in den kommenden Wochen nicht sprunghaft ansteigen. Mitte November dieses Jahres will die Stadtverwaltung den nächsten Sachstandsbericht abgeben.

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