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HöVi-Land-Kinder im Rathaus

Fünf Rathausführungen für den Nachwuchs

12. Juli 2016 | 14:00 | red
Die erste Besuchergruppe entdeckt das Rathaus. Am Anfang gab es einen Empfang im Hansasaal des Historischen Rathauses.  Bürgermeisterin Schon begrüßt die HöVi-Land-Kinder.  Bild: Köln Nachrichten

Die erste Besuchergruppe entdeckt das Rathaus. Am Anfang gab es einen Empfang im Hansasaal des Historischen Rathauses. Bürgermeisterin Schon begrüßt die HöVi-Land-Kinder. Bild: Köln Nachrichten

Die ersten 25 Kinder haben am heutigen Dienstagvormittag ihren großen Rathausrundgang mit einem Empfang bei der ersten Bürgermeisterin Elfi Scho im altehrwürdigen Hansasaal begonnen. Weitere 100 folgen bis Donnerstagvormittag, in vier Gruppen.

Auf die Kinder wartet eine spannende Exkursion, getreu dem Motto der diesjährigen Ferienaktion: „HöVi-Land erlebt Köln – vom Kopf bis zu den Füßen“. Wie SPD-Ratsfrau Susanna dos Santos Herrmann, direkt gewählt im Wahlkreis Vingst, aus eigener Erfahrung weiß, ist der Term in vor allem einer, der die Heranwachsenden mit der eigenen Geschichte, aber auch mit der heutigen Stadtpolitik in Berühung bringen soll.

Dos Santos Herrmann, die vor einiger Zeit ein Buch über ihre Politik in der Großstadt Köln veröffentlicht hat, wird auch selbt die Führung vornehmen und dabei viel Interessantes zu erzählen haben. Auf dem Programm steht ein Besuch des Historischen Rathauses sowie des Spanischen Baus. Der Rathausturm mit den vielen Kostbarkeiten ist dabei ebenso ausgelassen wie der Besuch des Prätoriums unter dem Spanischen Bau. „Das ist ein Kapitel für sich. Wir wollen die Führungen auf rund 90 Minuten beschränken“, begründete Initatorin dos Santos die Beschränkung.

Auch Bürgermeisterin Scho freute sich über den Besuch der Kindergruppe (aus den Klassen 4 und 5). Sie machte in ihrer Begrüßungsrede auf die „größte Zeltstadt“ in Köln aufmerksam, in denen die HöVi-Land-Kinder die erste Hälfte ihrer Sommerferien zu Hause verbringen. Keine Probleme gab es allem Anschein nach bei der Auswahl. Nicht alle der über 600 HöVi-Land-Kinder hatten Interesse, das politische Zentrum Kölns zu erkunden.

Enden sollen die Vormittagsführungen auf dem Alter Markt, also der Rückseite des Historischen Rathauses. Hier streckt pünktlich um 12 Uhr und das jeden Tag der „Platzjebäck“ am Rathausturm seine Zunge heraus. Warum das so ist, darüber gibt es mehrere Erklärungsansätze. Eine eines bekannten Kölner Stadthistorikers (Martin Stankowski) reicht zurück bis in die Zeit Karls des Großen. Der hielt damals seinen Söhnen der Sage nach einen Apfel hin. Der Herrscher soll demnach betrachtet haben, wer als „erster zubeißt“. Es geht aber auch die Sage um, dass die Figur am Rathausturm das widerspenstige Kölner Bürgertum symbolisiert, das seinen Obrigen gerne auch mal die Zunge herausstreckt.

Die Stadtteil-Initiative HöVi-Land wurde im Jahr 1994 ins Leben gerufen. Zur Ferienzeit bietet die Initative ein umfangreiches Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche in dem rechtsrheinischen Stadttel. Der ist seit einigen Jahren zudem auch ein so genannter „Sozialraum“. Köln kennt und betreut insgesamt elf solcher „Sozialräume“.

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