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KIDsmiling: Jubiläumsturnier endet mit viel Sonne und noch mehr Gewinnern

24. Juli 2013 | 19:00 | red

Nachdem am Morgen noch Handball-Weltmeister-Trainer Heiner Brand (als Mitglied im Kuratorium der Bundesliga-Stiftung) und Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters die Eröffnung mitmachten, nahm die Siegerehrung neben Vereinsgründerin von Moeller der amtierende Vorsitzende des Kölner Jugendhilfeausschusses, Dr. Ralf Heinen, sowie FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle vor.

Der zeigte sich nach weit über einer Stunde Präsenz in der sich ausbreitenden Mittagshitze ebenfalls angetan vom sportlichen Wirken der vielen Jungfußballer.

„Das ist eine schöne Geschichte hier und ihr habt wirklich großartigen Sport geboten“, so Wehrle. Zum Dank gab’s neben Ehrenmedaille für alle und jeweils drei Siegerpokalen für das Podium auch eine Einladung des FC. Wehrle verkündete, dass alle Mitspielerinnen und Mitspieler zum FC-Heimspiel gegen Erzgebirge Aue eingeladen sind. Die Partie findet am sechsten Spieltag, genauer am Sonntag, den 1. September, um 13:30 Uhr statt.

KIDSmiling – Offene Jugendarbeit als „Exportschlager“

Das Konzept hinter KIDSmiling basiert auf der Erkenntnis, dass viele Kinder und Jugendliche ohne Anlaufpunkte zu verwahrlosen drohen, insbesondere in einem als förderungswürdig bezeichneten Umfeld. In Köln orientiert sich der Verein dabei an den so genannten „Sozialräumen“. In elf als besonders prekär eingestuften Stadtquartieren versucht die Stadt mit so genannten Sozialraumkoordinatoren die Vernetzung lokaler Akteure voranzutreiben und so eine nachhaltige Stabilisierung der Lebensverhältnisse zu erreichen. KIDSmiling ist dabei als niedrigschwelliges Angebot konzipiert.

Formelle Anmeldungen oder gar Startgelder gibt es nicht. Jeweils ausgebildete Übungsleiterinnen und -leiter beaufsichtigen die regelmäßigen Trainingseinheiten. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 40.000 bis 45.000 Euro pro Jahr. 2011 erhielt der Verein eine Grundfinanzierung durch die Bundesliga-Stiftung für die kommenden drei Jahre. Das Konzept findet inzwischen auch in Düsseldorf seinen Niederschlag in der Realität, dort wurde im Herbst 2012 wurde das erste regelmäßige Bolzplatztraining eröffnet.

Keiner konnte im Abseits stehen

Gespielt wurde übrigens mit abgeänderten Kleinfeldregeln. Neben der Anerkennung sportlicher Leistungen soll den Jugendlichen und Kindern, viele aus sozial schwierigen Verhältnissen, auch Teamfähigkeit und Teamgeist nahegebracht werden. Eine wichtige Änderung konnte durchaus wörtlich gemeint sein. Gespielt wurde ohne die Abseitsregel. Eine gute Wahl, denn so stand niemand im Abseits. Und am Ende kam auch noch die Sonne raus. So dürften sich alle ein bisschen wie Gewinner fühlen.