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Altenpflegeprojekt der Caritas

Projekt EqisA erreicht inzwischen 21.000 Senioren

7. Juli 2016 | 08:30 | red
Bild: Archiv Köln Nachrichten

Das von der Kölner Caritas mitinitiierte Projekt EQisA ist weiterhin erfolgreich – und auch die Wirkung wird immer deutlicher. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Das Altenpflege-Projekt EqisA ist weiter auf dem Vormarsch. Wie der Kölner Caritasverband am gestrigen Mittwoch berichtete, kommt die Verbesserung in der Altenpflege inzwischen mehr als 21.000 Bewohnerinnen und Bewohner zugute.

Wie die Verantwortlichen des kirchlichen Sozialverbandes weiter mitteilten, war das Projekt vor vier Jahren zusammen mit dem Bielefelder Insitut für Pflegewissenschaft (IPW) konzipiert und in Köln auf die Schiene gesetzt worden. Es will die Qualität in der stationären Pflege nach wissenschaftlichen Kriterien beurteilen und so vor allem den Bewohnern Nutzen stiften. Auf einer Fachtagung in Köln zogen die Beteiligten jetzt Zwischenbilanz.

Und die fiel überaus positiv aus. Anders als bei den Pflegenoten wird mit dem IPW-Konzept das bewertet, was tatsächlich beim Nutzer der Leistungen, also dem Pflegebedürftigen, ankommt. Seit 2012 werden mit dem Projekt EQisA spezifische Ergebnisindikatoren in Pflegeeinrichtungen ausgewertet, zum Beispiel die Vermeidung von Stürzen mit gravierenden Folgen und Druckgeschwüren oder der Erhalt von Mobilität. Zusätzlich werden die Aktivitäten der Heimbewohner registriert und Angehörige befragt; diese Daten werden ausgewertet und analysiert. Externe Experten prüfen, ob die Ergebnisse nachvollziehbar und welche Verbesserungen im internen Qualitätsmanagement erforderlich sind, erläuterten die Verantwortlichen.

Es ist schön, die Entwicklung vorantreiben zu können. Wir müssen uns auch zukünftig auf andere Aspekte der Versorgung einstellen. Einfach quantitativ mehr Köpfe in der Pflege – das reicht nicht, um den Anforderungen gerecht zu werden. Wir brauchen vor allem einen Paradigmenwechsel und mehr Kompetenzen für die Versorgungsqualität. Genau da setzten wir mit unserem Projekt an“, betonte Dr. Heidemarie Kelleter, Referentin für Qualitätsberatung beim Diözesan-Caritasverband.

Mit ihrem Qualitätsanspruch bewegen sich die Verantwortlichen auf Zukunftskurs. Denn ab 2018 werden Qualitätsanforderungen wie sie EqisA formuliert und testiert für alle Pflegeeinrichtungen verpflichtend. „Unser Indikatoren-Konzept stellt die EQisA-Einrichtungen vor neue fachliche Herausforderungen. Es ist beeindruckend, mit wie viel Engagement sie sich dem stellen und welche Verbesserungen sie damit erreichen“, erklärte Dr. Klaus Wingenfeld vom IPW Bielefeld.

Mehr als 21.000 Bewohner werden heute in das Projekt EQisA einbezogen – Tendenz steigend. Das Kooperationsprojekt wird bis Ende 2017 mit weiteren Pflegeeinrichtungen fortgesetzt, so der weitere Zeitplan des Projekts.

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