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Gewerbeimmobilienmarkt in NRW

Deutlich mehr Büro- und Verwaltungsgebäude

5. Dezember 2016 | 11:00 | red
So sieht es derzeit auf der Baustelle aus. Anfang 2017 soll der kernsanierte Altbau und der daneben entstehende Neubau bezugsfertig werden.  Bild: Köln Nachrichten

So sieht es derzeit auf der Baustelle aus. Anfang 2017 soll der kernsanierte Altbau und der daneben entstehende Neubau bezugsfertig werden. Bild: Köln Nachrichten

Die Zahl der neu genehmigten gewerblichen Immobilien ist im Lande Nordrhein-Westfalen in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres 2016 deutlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum angestiegen. Das Plus lag im zweistelligen Prozentbereich.

Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Montag berichtete, wurden in den ersten neun Monaten landesweit 2812 neue Betriebs-, Büro- und Verwaltungsgebäude genehmigt. Das bedeutet einen Anstieg um fast ein Fünftel (+ 19,5 Prozent) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei den genehmigten Bauvorhaben handelte es sich um 845 Handels- und Lagergebäude (+ 13 Prozent), 571 landwirtschaftliche Betriebsgebäude (– 9,7 Prozent), 535 Fabrik- und Werkstattgebäude (+45 Prozent), 279 Büro- und Verwaltungsgebäude (+50 Prozent) und 263 sonstige Gebäude (+30,2 Prozent).

Die anziehende Baukonjunktur spiegelte sich in allen Bauherrengruppen wider. Gegenüber den ersten neun Monaten des Jahres 2015 lag die höchste Zuwachsrate mit 66,1 Prozent bei den Baugenehmigungen für Nichtwohngebäude von öffentlichen Bauherren (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck). Die genehmigten Bauvorhaben erhöhten sich bei privaten Haushalten um 28,1 Prozent und bei Unternehmen um 13 Prozent. Auch der Rauminhalt der neuen Gebäude erhöhte sich beträchtlich, der Wert stieg landesweit um ein Drittel (+ 33,3 Prozent) auf 29,4 Millionen Kubikmeter. Die größte Zuwachsrate beim umbauten Raum verzeichneten die Statistiker bei den Büro- und Verwaltungsgebäuden mit einer Wachstumsrate von rund 132 Prozent.

In einigen Großstädten des Landes gab es noch höhere Zuwachsraten. So steigerte die Landeshauptstadt Düsseldorf die genehmigten Gewerbeimmobilien von 20 auf 66, ein Plus von 230 Prozent. In Köln betrug das Plus bei den Baugenehmigungen sogar 300 Prozent (von sieben auf 28), in Bonn immerhin 80 Prozent. In Großstädten wie Leverkusen (- zehn Prozent), Mülheim an der Ruhr (- 14,3 Prozent) oder Remscheid (- 43,5 Prozent) gab es im gleichen Zeitraum deutliche Rückgänge, so die Landesstatistiker abschließend.

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