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Baufertigstellungen von Nichtwohngebäuden in NRW

Einbruch bei den Fertigstellungszahlen im Nichtwohnbereich

25. Oktober 2016 | 10:30 | red
An der Gummersbacher Straße wird schon fleißig am neuen Feuerwehrzentrum gebaut. Ab der kommenden Woche bekommt der Neubau einen eigenen Kanalanschluss. Bild: Köln Nachrichten

In Köln ging es bei Neubauten von Nichtwohngebäuden gegen den Landestrend nach oben. Bild: Archiv Köln Nachrichten

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der fertiggestellten Nichtwohngebäude deutlich zurückgegangen. Mit nur noch etwas mehr als 3000 fertiggestellten Gebäuden, die nicht für Wohnzwecke errichtet wurden, lag der Rückgang 2015 gegenüber dem Vorjahr bei 14,7 Prozent.

Demnach registrierten die Landesstatistiker in ihrer heutigen Mitteilung landesweit 3024 Neubauten von Betriebs-, Büro- und Verwaltungsgebäude fertiggestellt. Weniger als ein Drittel der 2014 fertiggestellten Gebäude in Nordrhein-Westfalen waren Handels- und Lagergebäude (921 oder ein Minus von 12,3 Prozent). In 891 Fällen handelte es sich um landwirtschaftliche Betriebsgebäude, auch hier gingen die Zahlen mit 13,4 Prozent deutlich zurück.

Außerdem wurden 434 Fabrik- und Werkstattgebäude (-9,8 Prozent), 261 Büro- und Verwaltungsgebäude (-1,9 Prozent) und 517 übrige Gebäude (-28 Prozent) fertiggestellt. Der Rauminhalt aller 3 024 neuen so genannten Nichtwohngebäude sank gegenüber 2014 um 15,4 Prozent auf knapp 26,5 Millionen Kubikmeter. Die höchsten Rückgänge gab es bei Fabrik- und Werkstattgebäuden (-1,7 Millionen Kubikmeter; -28,6 Prozent), bei Handels- und Lagergebäuden (-1,5 Millionen Kubikmeter; -10,8 Prozent) und bei übrigen Gebäuden (-1,1 Millionen Kubikmeter; -29,3 Prozent).

Regionale Betrachtung – Köln wächst gegen den Trend

In Köln gab es einen gegenläufigen Trend, hier gingen die Fertigstellungszahlen nach oben. Mit 21 fertiggestellten Gewerbeimmobilien erhöhte sich diese Zahl um immerhin vier (+ 23,5 Prozent). Sechs davon waren Büro- und Verwaltungsgebäude (Vorjahr: 5). Die meisten Neubauten in diesem Segment in Köln waren nichtlandwirtschaftliche Betriebsgebäude, ihre Neubauzahl erhöhte sich von acht auf elf. Regelrecht explodiert ist der dabei umbaute Raum. Er stieg mit 426.249 Kubikmeter um mehr als das Doppelte(+ 144,9 Prozent).

In den Nachbarstädten der Rheinschiene ging es indes nach unten. So verzeichnete die frühere Bundeshauptstadt Bonn einen Rückgang von 30 auf 22, ein Rückgang um mehr als ein Viertel (- 26,7 Prozent). Allerdings erhöhte sich hier die Zahl der fertiggestellten Büro- und Verwaltungsgebäude von zwei auf sieben. In der Landeshauptstadt Düsseldorf wurden ebenfalls weniger Nichtwohngebäude fertiggestellt. Hier betrug der Rückgang sogar 28,9 Prozent, nach 45 wurden im vergangenen Jahr lediglich 32 Gebäude dieser Widmung fertiggestellt. Auch hier ging es jedoch bei den Büro- und Verwaltungsneubauten von neun auf zwölf Fertigstellungen nach oben, so die Landesstatistiker abschließend.

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