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Stadt stellt Pläne für die „Revitalisierung“ der Porzer City vor

Hertie-Kaufhaus wird abgerissen

6. Juli 2016 | 10:45 | ehu
Ganz schön trostlos: Der Porzer Friedrich-Ebert-Platz mit dem leerstehenden Hertie-Kaufhaus und dem Dechant-Scheben-Haus (rechts davon). Foto: ehu/Archiv

Ganz schön trostlos: Der Porzer Friedrich-Ebert-Platz mit dem leerstehenden Hertie-Kaufhaus und dem Dechant-Scheben-Haus (rechts davon). Foto: ehu/Archiv

Seit 2009 steht das Hertie-Kaufhaus im Herzen von Köln-Porz leer. Vor zwei Jahren kaufte es die Stadt für knapp vier Millionen Euro. Jetzt stellte Wirtschafts- und Liegenschaftsdezernentin Ute Berg vor, was mit dem Gebäude geschehen soll.

Am 30. Juni hatte der Rat beschlossen, die Stadtentwicklungsgesellschaft „moderne stadt“ mit der Revitalisierung der Porzer Innenstadt zu beauftragen. 35 Millionen Euro wird die Umsetzung einer Machbarkeitsstudie kosten, die die Stadt in Auftrag gegeben hat. In die aktuellen Pläne sind auch die Ergebnisse eines Bürgerbeteiligungsverfahrens eingeflossen, an dem sich im Februar 2015 über 600 Porzer beteiligt hatten. „Ich bin sicher, dass sich die Investitionen in diesen Standort lohnen. Die Bürgerinnen und Bürger von Porz bekommen so ihre Mitte und damit ein großes Stück ihrer Identität zurück“, sagte Berg.

Einzelhandel und 150 neue Wohnungen in drei Gebäuden mit Tiefgarage

Danach wird im nächsten Jahr die Hertie-Immobilie am Friedrich-Ebert-Platz abgerissen und mit dem Aushub für eine Tiefgarage mit 243 Stellplätzen begonnen. Dann werden dort drei kleiner dimensionierte Gebäude gebaut, die in ihrem Erdgeschoss Einzelhandelsgeschäfte beherbergen sollen. Vor allem ein Lebensmittelmarkt soll dann die Passanten anziehen. Über den Geschäften werden insgesamt 150 Wohnungen entstehen, so „moderne stadt“-Geschäftsführer Andreas Röhrig.

Außerdem soll eine neue Wegeführung die Qualität der Porzer City verbessern. Aktuell müssen Fußgänger Umwege in Kauf nehmen, wenn sie zum Rhein, zum Bahnhof oder ins benachbarte Einkaufszentrum wollen. Dies soll künftig durch die kleineren Immobilien und den Abriss des Dechant-Scheben-Hauses verbessert werden. Das Gebäude wurde direkt an die historische Kirche Sankt Joseph angebaut. Die Kirchengemeinde als Eigentümerin könnte mittels Grundstückstausch in direkter Nachbarschaft einen Neubau errichten. Der Platz wäre dann von Süden aus besser erreichbar. Frühestens 2022 wird mit dem Ende der Stadtsanierung gerechnet.

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