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Flüchtlingsunterbringung in Köln

Stadt prüft neue Flächen für temporäre Unterkünfte

6. Juli 2016 | 10:00 | red
Hinter weißem Putz gut getarnte "Systembauweise": Die neue Flüchtlingsunterkunft für 80 Menschen in Longerich. Foto: ehu

Hinter weißem Putz gut getarnte „Systembauweise“: Die neue Flüchtlingsunterkunft für 80 Menschen in Longerich. Hier soll nun erweitert werden. Foto: ehu/Archiv

Die Stadt Köln sucht mit Hochdruck nach geeingeten Grundstücken für die Errichtung weiterer temporärer Unterkünfte für Flüchtlinge. Insgesamt stehen elf Grundstücke zur Prüfung an.

Wie die Stadt am gestrigen Dienstag bekannt gab, liegen sieben der elf Standorte auf der rechten Rheinseite. Eine potentielle Fläche liegen im Stadtteil Longerich, es handelt es sich dabei um die Erweiterung des bereits bestehenden Standorts am Lindweiler Weg. Weitere linksrheinische Standorte in spe liegen in den Stadtteilen Lindweiler (Erbacher Weg), Roggendorf (Sinnersdorfer Straße) und Mengenich (Stöckheimer Weg)

Die rechtsrheinischen Standorte befinden sich an der Aloys-Boecker-Straße / Frankfurter Straße (Porz-Lind), Rolshover Straße / Zum Milchmädchen (Poll), Loorweg (Porz-Zündorf – Erweiterung des bestehenden Standortes), Antoniusstraße / Am Hühnerweg (Porz-Urbach), Schlagbaumsweg / Ostmerheimer Straße (Holweide), am Haferkamp (Flittard) sowie an der Kreuzung Berliner Straße / Neurather Weg in Köln-Höhenhaus.

Das ursprünglich ebenfalls vorgeschlagene städtische Grundstück am Bensberger Marktweg in Köln-Dellbrück wurde von der Verwaltung zurückgezogen, weil über einen Antrag zur Ausweisung der Fläche als Naturschutzgebiet noch nicht entschieden ist. Zur Bewertung der einzelnen Flächen beginnen in den nächsten Tagen die erforderlichen Untersuchungen hinsichtlich der Eignung der Standorte. Nach Abschluss der Begutachtung wird der Rat nach der Sommerpause abschließend über die Bebauung derjenigen Flächen entscheiden, die als geeignet beurteilt werden, so die Stadt weiter.

Der Ratsauftrag erfolgt angesichts eines anhaltend hohen Zugangs von Geflüchteten, der dazu geführt hat, dass zurzeit mehr als 3000 Geflüchtete in vorläufigen Notunterkünften untergebracht werden mussten. Die Stadt benötigt daher auch weiterhin ungenutzte Wohn- und Gewerbegebäude, in denen sie geflüchtete Personen unterbringen kann. Wegen weiterer Zuweisungen der Bezirksregierung Arnsberg steigt die Zahl der Flüchtlinge weiter an, derzeit liegt sie bei mehr als 13.700.

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