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Erster Spatenstich für MesseCity Köln

Strabag und ECE geben den Startschuss

26. September 2016 | 17:00 | red
Die Baubeteiligten und Oberbürgermeisterin Henriette Reker (3.v.l.) stechen den Spaten. Die Messe City geht in die Realisierungsphase.  Bild: Zurich AG

Die Baubeteiligten und Oberbürgermeisterin Henriette Reker (3.v.l.) stechen den Spaten. Die Messe City geht in die Realisierungsphase. Bild: Zurich AG

Auf dem Gelände des früheren Barmer Viertels tut sich etwas. Am heutigen Montag haben die Verantwortlichen der Projektpartner Strabag Real Estate und ECE zusammen mit Vertretern des Hauptnutzers und der Stadt den ersten Spatenstich für das Großprojekt hinter sich gebracht.

Mit einer Gesamtfläche von rund 135.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche entsteht in den kommenden Jahren eine der größten Projektentwicklungen in der Domstadt. Knapp die Hälfte der neu entstehenden Büroflächen waren bereits vor Beginn des Projekts vergeben. Der Versicherungskonzern Zurich hatte angekündigt, seine bisherigen Standorte in Köln und Bonn am neuen Standort zusammenzuziehen. Folglich unterzeichnete man mit den Vermietern einen Mietvertrag über rund 60.000 Quadratmeter Bürofläche.

Neben den Verantwortlichen der beiden Projektpartner Strabag Real Estate (SRE) und dem Hamburger Projektentwickler ECE nahmen auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker sowie Zurich-Vorstand Horst Nussbaumer an der feierlichen Eröffnung der Baustelle teil. Auch die beiden Vertreter der beteiligten Architekturbüros KSP (Martin Oster) und Astoc Architects (Andreas Kühn) sowie ein Vertreter des Investors Warburg-HIH (Hans-Joachim Lehmann) waren beim ersten Spatenstich dabei.

Wie am Rande der Veranstaltung bekannt wurde, hatte der Investor Warburg-HIH im Auftrag eines nicht genannten institutionellen Investors die Baufelder 1 bis 3 des Großprojektes erworben. Das Großprojekt entsteht auf einer Gesamtfläche von rund 54.000 Quadratmetern zwischen dem Südeingang der Kölnmesse und dem ICE-Bahnhof Köln-Deutz. Vor inzwischen mehr als zehn Jahren war hier das frühere Barmer-Viertel trotz heftiger Proteste und einer Besetzung linker Gruppen abgerissen worden. Seither stand das Gelände brach und wurde nur für wenige Veranstaltungen wie zum Beispiel die Rheinischen Immobilientage genutzt.

Mit dem Spatenstich geht das Großprojekt und damit ein weiterer Lückenschluss nun in die Realisierung. Im Jahr 2019 will der Versicherungskonzern Zurich seine Büros am neuen Zentralstandort in Köln-Deutz beziehen.

Statements der Projektbeteiligten

„Die MesseCity Köln ist eine unserer bislang größten Projektentwicklungen. Gemeinsam mit unserem Joint Venture Partner ECE haben wir große Leidenschaft in die Entwicklung gesteckt. Daher freut es mich sehr, dass dieses Großprojekt nun in die Bauphase geht. Dass wir mit Warburg-HIH noch vor dem ersten Spatenstich einen sehr namhaften Investor gefunden haben, spricht dabei für die Qualität des Projekts“, betonte SRE-Geschäftsführer Thomas Hohwieler.

„Die Stadt Köln sowie die Projektpartner ECE und SRE haben gemeinsam mit großem Durchhaltevermögen und gegenseitigem Vertrauen die Realisierungsvoraussetzungen für dieses komplexe Projekt geschaffen. Neben der besonderen Standortqualität war es letztlich auch das Vertrauen in die Projektpartner, dass Zurich sich für Köln und die MesseCity entschieden hat“, erwiderte ECE-Geschäftsführer Dr. Andreas Mattner.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Investment in das Großprojekt MesseCity Köln unsere sehr erfolgreiche Serie der institutionellen Club-Investments fortsetzen konnten. Mit dieser Landmark-Transaktion haben wir außerdem unsere Aktivitäten in Köln weiter ausgebaut“, betonte Hans-Joachim Lehmann, Geschäftsführer bei Warburg-HIH Invest und verantwortlich für den Bereich Transaktionsmanagement Deutschland.

Mehrere Architekten und Planer beteiligt – ein urbanes Highlight für Köln-Deutz

So soll die MesseCity aussehen, wenn sie 2019 fertig wird. Das Areal befindet sich zwischen dem Südeingang der Messe und dem ICE-Bahnhof Köln-Deutz.  Visualisierung: Strabag Real Estate/ECE

So soll die MesseCity aussehen, wenn sie 2019 fertig wird. Das Areal befindet sich zwischen dem Südeingang der Messe und dem ICE-Bahnhof Köln-Deutz. Visualisierung: Strabag Real Estate/ECE

Die drei für den Konzern in der MesseCity vorgesehenen Gebäude entstehen nach einem Architekturentwurf von KSP Jürgen Engel Architekten. Zusammen mit diesen Bauteilen erfolgt der Baubeginn des 600 Stellplätze großen Tiefgaragen-Teils im westlichen Bereich. Ebenfalls vor Baubeginn erfolgte die Übernahme von Gesellschaftsanteilen der Objektgesellschaft durch Warburg-HIH Invest. Der Immobilien-Investment-Manager übernimmt im Auftrag institutioneller Investoren die Baufelder West 1 bis 3, auf denen die neuen Gebäude der Zurich Gruppe entstehen werden.

Das geplante Gebäudeensemble soll zwischen sieben und bis zu 16 Geschosse hoch werden. Zentrale Idee des städtebaulichen Entwurfs von ASTOC Architects and Planners ist ein lebendiges Areal mit vielfältiger Bebauung und der Möglichkeit zur abwechslungsreichen Adressbildung. Nach diesem Gedanken erklärte die Jury des Fassadenwettbewerbs im März vier unterschiedlichen Architekturbüros zum Sieger. Ihre Entwürfe sind Grundlage für die weitere Realisierung des Projekts. Neben Büros sollen hier auch ebenerdiger Einzelhandel mit Gastronomie sowie eventuell auch ein Kino entstehen. In einer Tiefgarage sollen rund 1000 Stellplätze errichtet werden.

Als Mittelpunkt des Stadtquartiers ist ein zentraler Messebalkon geplant, um den sich die MesseCity Köln gliedert. Dank des Wechselspiels unterschiedlicher Maßstäbe und Gebäudetypologien sowie der vielen Grünflächen entsteht inmitten von Köln ein urbaner Bezirk, der eine hohe Aufenthalts-Qualität bieten soll, so das Ziel der Planer.

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