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Immobilienstatistik 2015

Zahl der Abrisse und Umnutzungen in NRW steigt an

27. Juli 2016 | 11:00 | red
So sieht es derzeit auf der Baustelle aus. Anfang 2017 soll der kernsanierte Altbau und der daneben entstehende Neubau bezugsfertig werden.  Bild: Köln Nachrichten

Die neue Bank für Sozialwirtschaft ist ein Beispiel in Köln. Hier wurden Gebäudeteile abgerissen und ein Neubau entsteht. Landesweit stieg die Zahl der Gebäudeabgänge. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Mit etwas mehr als 4000 Gebäuden ist die Zahl der abgerissenen bzw. umgenutzten Gebäude im bevölkerungsreichsten Bundesland gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen.

Wie das Statistische Landesamt IT.NRW unter Berufung auf Daten der kommunalen Bauämter am heutigen Mittwoch berichtete, stieg die Zahl der so genannten „Bauabgänge“ um 4,5 Prozent auf 4013. 2014 verzeichneten die zuständigen Behörden 3840 Bauabgänge. Bei knapp einem Drittel der Fälle (1298 Gebäude oder 32,3 Prozent) um ältere Gebäude, die zwischen 1949 und 1962 errichtet wurden.

Bei mehr als der Hälfte (2399 bzw. 59,8 Prozent aller Bauabgänge) war der Grund für den Abriss die Errichtung eines neuen Gebäudes. Zweitwichtigste Ursache waren Nutzungsänderungen mit damit einhergehenden Baumaßnahmen (787 Gebäude bzw. 19,6 Prozent); das waren 18,9 Prozent mehr als 2014.

Unter den Nutzungsänderungen befanden sich 680 Fälle, bei denen Nichtwohngebäude zu Wohngebäuden umgewandelt wurden, ein Anstieg von sogar mehr als einem Viertel gegenüber dem Vorjahr (+25,7 Prozent). 69 Gebäude wurden abgerissen, weil außergewöhnliche Ereignisse (am häufigsten Brandschäden) die Gebäude nicht mehr nutzbar machte.

Mit einem Anteil von 91,6 Prozent entfällt das Gros der Abgänge auf den Abriss oder die Umnutzung ganzer Gebäude. In der Statistik der Bauabgänge werden neben dem Abbruch von Häusern auch genehmigungspflichtige Teilabrisse oder Nutzungsänderungen betrachtet. In der Regel sind das Fälle, das etwa Wohnraum zu Gewerbefläche oder umgekehrt umgewandelt wird.

 

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