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Wohnungsstatistik in NRW

Zahl der Abrisse und Umnutzungen gestiegen

4. November 2016 | 10:30 | red
Die Häufigkeit von Wohnungsabgängen ists je nach Region unterschiedlich. Köln liegt im oberen Mittelfeld.  Grafik: IT.NRW

Die Häufigkeit von Wohnungsabgängen ists je nach Region unterschiedlich. Köln liegt im oberen Mittelfeld. Grafik: IT.NRW

Die Zahl der so genannten Bauabgänge ist im vergangenen Jahr 2015 auf 6217 Wohnungen angestiegen. Das entspricht einem Anstieg von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Freitag berichtete, wurden im vergangenen Jahr 6096 Wohnungen abgerissen oder umgenutzt. Gegenüber dem Jahr 2010 bedeutete die Zahl für 2015 sogar einen Anstieg um mehr als ein Fünftel (+ 21,3 Prozent). Lediglich im Jahr 2012 gab es mit 6398 weggefallenen Wohnungen noch etwas mehr Abgänge als im zurückliegenden Jahr.

Dabei handelte es sich bei mehr als der Hälfte der Abgänge im Jahr 2015 um Wohnungen in Mehrfamilienhäusern oder Wohnheimen (3497; +7,7 Prozent gegenüber 2014). Die Zahl der weggefallenen Wohnungen in Ein- oder Zweifamilienhäusern belief sich auf 2061 (-3,5 Prozent), für gemischt genutzte Gebäude, die überwiegend nicht Wohnzwecken dienen, wurden 659 Wohnungsabgänge (-7,6 Prozent) gemeldet.

Bezogen auf den jeweils aktuellen Gesamtbestand an Wohnungen, so ergibt sich im Mittel der Jahre von 2010 bis 2015 für Nordrhein-Westfalen eine durchschnittliche „Wohnungsabgangsquote“ von 6,7 Abgängen je 10 000 bestehenden Wohnungen. Die höchste Wohnungsabgangsquote im Lande wies die Stadt Münster auf (27,5), wo in den letzten Jahren verstärkt Studentenwohnheime durch Neubauten ersetzt wurden. Auf den weiteren vorderen Plätzen folgten die Kreise Steinfurt (14,2) und Borken (12,7). Die niedrigsten Quoten errechneten die Statistiker für die Städte Solingen (0,8) und Mönchengladbach (2,0) sowie den Kreis Euskirchen (2,3).

In der Statistik der Bauabgänge werden neben Abbrüchen von Gebäuden oder der Zusammenlegung von Wohnungen auch genehmigungspflichtige Nutzungsänderungen berücksichtigt. Außerdem fließen schadensbedingte Abgänge wie etwa nach Brand, Überschwemmung odr Einsturz sowie Fälle bauaufsichtlicher Maßnahmen wie Schließungen wegen Einsturzgefahr in die Statistik ein, so das Landesamt abschließend.

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