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Freie Szene

Neuer Ideenwettbewerb für Kulturzentrum
2. August 2013 | 17:30 | red

Die Stadt Köln soll ein Zentrum für zeitgenössische Kunst erhalten. Spätestens ab 2014 soll die neue Einrichtung als „Identifikationsort für Kölner Künstlerinnen und Künstler, Kuratoren und Kuratorinnen, Kritiker und Kritikerinnen, Kunstprojekte, junge Galerien, Verlage, Hochschulen sowie Vermittler und Vermittlerinnen“ Freiraum schaffen. Die erste Aufgabe der neuen Einrichtung soll aber in der Förderung von Kooperationen der Künstler untereinander und mit Dritten sowie deren Vernetzung liegen, hieß es dazu weiter.



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Clouth-Gelände: Reiche Künstler gern gesehen
19. Juli 2013 | 18:00 | red

Lange Gesichter bei den Künstlern von „Cap Cologne“ nach der Ratssitzung vom Donnerstag: Zwar wurde einstimmig beschlossen, dass Halle 29 auf dem Clouth-Gelände in Nippes für kulturelle Zwecke reserviert werden soll. Doch dies soll nach „marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten“ geschehen. Und da liegen die Vorstellungen der städtischen Vermarktungsgesellschaft „Moderne Stadt“ und von „Cap Cologne“ noch weit auseinander.



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Köln-Nippes
Clouth-Künstlern droht endgültiger Rausschmiss
17. Juli 2013 | 14:30 | ehu

Es ist an vielen Orten das alte, traurige Lied: Künstler lassen sich in alten Fabrikhallen nieder, sorgen so für kulturelles Leben. Die Stadt verspricht ihnen Bleiberecht. Doch dann kommt alles anders: Den Künstlern wird gekündigt – bleiben können sie nur, wenn sie viel Geld haben.


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Köln hat fünf neue Kunst-Förderstipendiaten
10. Juli 2013 | 09:30 | red

„Wir sind glücklich, dass es immer noch Geld für diese Stipendien gibt“, sagte Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, als sie am Dienstag im Hansasaal des Rathauses die diesjährigen Förderstipendiaten der Stadt bekannt gab. Fünf junge Künstler erhielten zu Beginn der kleinen Feier ihren Scheck über 10.000 Euro. Die eigentliche Preisübergabe findet im Laufe des Jahres statt, wenn sich die Stipendiaten mit einer Ausstellung, einem Konzert oder einer Lesung der Öffentlichkeit vorstellen.



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Grüne wollen Freie Szene unterstützen
9. Juli 2013 | 11:10 | red

Trotz des andauernden Sparzwängen wollen die Verantwortlichen von SPD und Grünen möglichst wenig kürzen. Das geht jedoch nicht immer so, dass die geförderten Angebote aufrecht erhalten bleiben können. Das soll im Bereich der Freien Kulturszene anders sein, geht es nach dem Wortlaut einer aktuellen Pressemitteilung der Kölner Ratsfraktion der Grünen. Deren kulturpolitische Sprecherin wies darauf hin, dass man in der zurückliegenden Ausgabe des Kulturausschusses immerhin 100.000 Euro verteilen konnte.



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„Ungenutzte Kunst“ kommt 2014 auf den Roncalliplatz
30. Juni 2013 | 21:00 | red

Im nächsten Jahr wird auf dem Roncalliplatz das „Museum der ungenutzten Kunst“ eröffnet. Das verkündeten die Macher des „Urbanen Kongresses“ am Samstag auf einer Diskussionsveranstaltung im Museum Ludwig. Sie wollen dort Kölner Skulpturen aufstellen, die im Laufe der Zeit ihre Bedeutung, ihre Aussagekraft verloren haben und für die ein neuer Standort gesucht werden soll.

Ein Beispiel dafür ist der Dionysos-Brunnen unterhalb des Ostchores des Doms. Er wurde 1973 von dem Bildhauer Hans Karl Burgeff eigens für diesen Platz geschaffen. Mit dem Bau von Philharmonie und Museum Ludwig in den 1980er Jahren verschwand er in der Unterführung und seine Umgebung wurde zum größten Kölner Freiluft-Pissoir. Inzwischen gibt es Pläne, die Ostumgebung des Domes umzugestalten, der Brunnen wurde dafür schon einmal abgebaut.

Der „Urbane Kongress“ untersucht seit einem guten Jahr im Rahmen des Projekts „StadtLabor“ im „Planquadrat Innenstadt“, wie die Stadt und ihre Einwohner mit „ihrer“ Kunst im öffentlichen Raum umgehen (koeln-nachrichten berichtete mehrfach). Mit dem „Museum für ungenutzte Kunst“ soll die Diskussion jetzt in die breite Öffentlichkeit getragen werden.

Die Kreuzblume vor dem Dom: Aus einem Provisorium wird ein Dauerzustand

Noch scheint das Interesse allerdings gering. Knapp 50 Zuhörer verloren sich am Samstag im Kinosaal des Museum Ludwig. Das dürfte sich aber – wie es im Vorfeld schon die Leserbrieflawinen in der Lokalpresse zeigten – steigern, wenn es um die „Kreuzblume“ vor dem Domforum geht. Eine Replik der Domspitze, dort zunächst nur als „vorübergehend“ aufgestellt. Daraus wurde aber, wie in Köln üblich, ein „dauernd“.

Über den fehlenden künstlerischen Wert ist man sich überwiegend einig: gering. Manche sagen sogar Kitsch. Anders die Bewertung der gesellschaftlichen Bedeutung: Die Kreublume ist Anziehungspunkt für Touristen und Treffpunkt für die Kölner. Mit seiner Größe erschlägt sie allerdings den danebenliegenden, älteren und extra für diese Stelle entworfenen „Taubenbrunnen“ von Ewald Mataré.

Eine spannende Diskussion: Wie viel Kunst erträgt der öffentliche Raum?



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Kolbhalle: Pause vor dem Aus – Räumung abgesagt
3. Juni 2013 | 18:00 | red

Aus formaljuristischen Gründen abgesagt hat das Amtsgericht die für den heutigen Montag angekündigte Räumung des Kolbhallen-Geländes in Ehrenfeld. Die Stadt als Vermieterin hatte es versäumt, allen dort gemeldeten Künstlern den Räumungsbescheid zuzustellen. Vor dem weiteren Vorgehen wolle man den Bericht der Gerichtsvollzieherin prüfen, erklärte Gregor Timmer, Pressesprecher der Stadt.

Schon um sechs Uhr morgens war die Polizei mit zwei Dutzend Kleinbussen angerückt. Nach gut zwei Stunden beendeten sie ihren Einsatz. Städtische Bauaufsicht und Feuerwehr hatten in dieser Zeit die Halle und die darin eingebauten Wohnungen unter die Lupe genommen. Die Bewohner nahmen den behördlichen Aufmarsch friedlich und gelassen auf und überlegen jetzt juristische Gegenmaßnahmen.

Der Besitzer, die „NRW Urban“, will das Gelände von der Stadt „besenrein“ zurückhaben

Das etwa 3000 Quadratmeter große Gelände gehört der „NRW Urban“, die für das Land NRW landeseigene Grundstücke entwickeln und letztlich verkaufen soll. Von ihr hat die Stadt das Gelände gemietet und an den Verein „Wir selbst“ untervermietet, der die dort wohnenden Künstlerinnen und Künstler vertritt. Der Mietvertrag ist aber schon seit 1999 abgelaufen, so Udo Klösgen von NRW Urban Bonn und beim Räumungsversuch am Montag dabei.



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Kolb-Künstlern droht sofortige Räumung
2. Juni 2013 | 16:00 | red

Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, steht am morgigen Montagmorgen ein Räumkommando vor der Kolb-Halle in Ehrenfeld. 16 Künstlern und Künstlerinnen droht der Verlust von Wohnung und Atelier. Kurzfristig hat die Stadt die Räumung angeordnet. Die Betroffenen fühlen sich gelinkt.

1989 mieteten die Künstler das Gelände von der Stadt, um dort zu wohnen. Dafür gab es von der Stadt sogar einen Zuschuss über 160.000 Mark – etwa 80.000 Euro – zum Ausbau der Wohnungen in der ehemaligen Fabrikhalle. Die hat sich seitdem zu einem wichtigen Veranstaltungsort etwa für das Sommerblutfestival entwickelt. Außerdem ist sie eine gute Adresse für Integrationsarbeit.

Stadt kassierte regelmäßig Miete, obwohl sie nicht mehr Mieterin des Geländes war

Undurchsichtig ist das Verhalten der Stadt, Schwierigkeiten im Verhältnis zwischen ihr und den Mietern hat es immer wieder gegeben. Verwickelt sind die rechtlichen Zusammenhänge. Das rund 3000 Quadratmeter große Gelände – 1800 davon sind bebaut – gehört ursprünglich der Landesentwicklungsgesellschaft LEG. Nach deren Privatisierung ging es in die „NRW Urban“ über, die für das Land vor allem landeseigene Industriebrachen vermarkten soll.

Die Stadt mietete das Gelände und vermietete es als „Wohnung“ an die Künstler weiter, die sich durch den Verein „Wir selbst e.V.“ vertreten. Irgendwann trat die Stadt als Mieterin gegenüber der NRW Urban zurück, ohne allerdings die Künstler darüber zu informieren. „Ein rechtswidriger Vorgang“, bewertet dies die Rechtsanwältin Heike Krause, ehemaliges Vorstandsmitglied im Verein „Wir selbst“. Die Künstler zahlen ihre Miete bis heute auf ein Konto der Stadt ein.

Streitpunkt: Miete nicht gezahlt oder nach Gerichtsurteil zu Recht gemindert?



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30 neue Arbeiten im Skulpturenpark Stammheim
21. Mai 2013 | 10:00 | red

Zum zwölften Mal konnte die Initiative „Kulturraum rechtsrheinisch” am Pfingstsonntag mit einem kleinen fest den Skulpturenpark im Schlosspark Stammheim eröffnen. Neben 33 alten warten 30 neue Arbeiten auf die Besucher – Arbeiten, von denen sich viele mit der Parklandschaft auseinandersetzen.

Besonders das Spiel mit den Bäumen reizt. Die Künstlergruppe „Take Five“ lässt vergoldete Äste wie die Wurzeln eines Baumes zum Wasserspender Rhein streben. Ein meterlanger, vielbeiniger „Loopy Spiky“ von Helen Efe Doghor-Hötter krabbelt einen Baum hoch. Sparsam die Arbeit des Künstlerinnenduos Langbehn & Stollenwerk: wenige weiße Striche auf einer japanischen Zierkirsche lassen sich – der Titel „nach der Kirschblüte“ deutet darauf hin – als Tränen über vergangene Blütenpracht lesen.

Mottengespinst aus Kabelbindern und ein Röckchen aus Plastikröhrchen

Von der Schwerkraft befreit hängt ein Marmorhemdchen (Lisa Tiemann) zwischen den Bäumen. An die Netze von Gespinstmotten erinnert das zarte Gewirr aus weißen Kabelbindern, das Jaejong Choi hoch zwischen die Zweige gehängt hat – schön und garantiert unschädlich. Ein anderer Baum trägt ein filigranes, buntes Röckchen von Ursula Buchegger aus Plastikröhrchen.

Neues gibt es von Skulpturenpark-Dauergast und Holzbildhauer Gerd Nettesheim: Diesmal sind es eine Skateboard-Fahrerin gleich in verschiedenen Größen und eine Holzbildhauerin mit Kettensäge. Und die „Gräfin zu Fuß“, die schon seit dem Vorjahr aus einem Busch wächst, darf sich jetzt dank Gilbert Flock über eine Hundemeute als Begleitung freuen – die Silhouetten aus weißem Stahldraht hinterlassen wenigstens keinen Kot auf der Wiese.

Bis zu den Knien im Boden versunken, waten drei Beton-Männer durch die Wiese. Gemeinsam kämpfen sie sich voran – sehr zum Vergnügen der Betrachter. Sie kämpfen mit dem „Schwimmer“ um die Publikumsgunst. Die Kunststofffigur lässt Wojtek Hoeft an unsichtbaren Schnüren hoch in der Luft von Baum zu Baum schweben.

Zum Thema „Flucht“ des Sommerblutfestivals kamen nur zwei Bewerbungen



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Theater im Bauturm stellt die Machtfrage
16. Mai 2013 | 15:30 | red

„Es herrscht Unzufriedenheit überall“, beschreibt Gerhard Haag die aktuelle politische Lage. Die herrschende Ordnung stoße an ihre Grenzen, Demokratie und Europa müssten neu erfunden werden, meint der Chef des Theaters im Bauturm und wundert sich, dass es noch keinen Aufstand gibt. Mit dem Programm für kommende Spielzeit 2013/14 will sich das Theater in die politische Diskussion einmischen. Aber keineswegs zum Aufstand aufrufen, versichert Haag.



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