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106 Produktionen beim Frauenfilmfestival

9. März 2014 | 11:00 | red

106 Filme aus 37 Ländern, dazu Diskussionen, Werkstattgespräche und Weiterbildung: Das 31. „Internationale Frauenfilmfestival“ (IFFF) bietet vom 8. bis 13. April in fünf Kölner Spielorten ein volles Programm. Im Fokus stehen diesmal Produktionen aus der Türkei. Acht Debüt-Spielfilme – ausgesucht aus 120 Einreichungen – starten im mit 10.000 Euro dotierten Wettbewerb. Fünf von ihnen sind erstmals in Deutschland zu sehen.

Mit dem Schwerpunkt Türkei erweist das IFFF den türkischen Kolleginnen Referenz, die international an Reputation gewonnen haben. Außerdem reagiert frau damit auf die aktuelle politische Protestsituation in diesem Land. Gezeigt werden zehn Filme, darunter auch „10 to 11“, das Debüt von Pelin Esmer, den sie noch vor ihrem bekannten „The Watchtower“ drehte.

In der Sektion „Panorama“ gilt es, 45 „neue, herausfordernde und unterhaltsame“ Filme aus 28 Ländern zu entdecken – Spiel- und Dokumentarfilme ebenso wie Experimentelles. Darunter auch „Vulva 3.0 zwischen Tabu und Tuning“ von Claudia Richarz und Ulrike Zimmermann über den Trend zu „Schönheitsoperationen“ am weiblichen Genital. Bei „begehrt! filmlust queer““ geht es in 28 Filmen über weibliche Lust und Widerstand gegen Normativität.

Das Festival will Kindern Medienkompetenz vermitteln und für das Kino werben

Neben Werkstattgesprächen für Profis wird auch ein umfangreiches Filmprogramm für Schulen – Mädchen ebenso wie Jungen – angeboten. Festivalleiterin Silke J. Räbiger kommt es dabei nicht nur auf die Vermittlung von Medienkompetenz an, sie will auch für das „Kino als Erlebnisort“ werben.

Das inzwischen „Internationale Frauenfilmfestival“ in seiner jetzigen Form entstand 2006 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Festivals in Köln und Dortmund. Das Land NRW hatte keine zwei Festivals mehr fördern wollen. Die international ausgerichtete Kölner „feminale“ war schon 1983 von Studentinnen der Filmwissenschaft an der Uni Köln gegründet worden und damit das erste deutsche Frauenfilmfestival.

Seitdem wechseln sich die beiden Städte im zweijährlichen Rhythmus als Veranstaltungsorte ab. In Dortmunder „Kino im U“ wird in diesem Jahr ein Auswahlprogramm aus den Kölner Filmen angeboten. Noch gibt es eine kleine Deckungslücke im 550.000-Euro-Etat. Doch die wird rechtzeitig geschlossen, ist Rabig überzeugt.

Der Festivalpass für Köln kostet 70 Euro, ermäßigt 50. Vorverkauf über www.koelnticket.de. Das endgültige Programm wird Mitte März unter www.frauenfilmfestival.eu veröffentlicht.