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Schlechte Zahlen im 4. Quartalsbericht für die Spielzeit 2015/16

Operintendant: Jetzt wird alles besser!

8. Dezember 2016 | 16:30 | ehu
Das Opern-Interim "Staatenhaus" liegt etwas abseits im Rheinpark. Ein Shuttlebus ab Deutzer Bahnhof macht es für die Besucher seit diesem Oktober leichter erreichbar. Foto: ehu

Das Opern-Interim „Staatenhaus“ liegt etwas abseits im Rheinpark. Ein Shuttlebus ab Deutzer Bahnhof macht es für die Besucher seit diesem Oktober leichter erreichbar. Foto: ehu

Mit heftiger Medienschelte begann die Sitzung des „Betriebsausschusses Bühnen der Stadt“ Köln. Klaus Schäfer, sachkundiger SPD-Bürger, warf dem Kölner Stadt-Anzeiger sogar eine Kampagne gegen die Oper vor. Anlass: die Überschrift zu einem Artikel, die der Oper einen „Verlust von 44 Millionen Euro“ vorwarf.

Eine falsche Deutung des vierten Quartalsberichts für die Spielzeit 2015/16“, rückte Patrick Wasserbauer, Geschäftsführender Intendant der Bühnen, den Vorwurf des Verlustes von 44 Millionen gerade. Es handele sich dabei um den Zuschuss, den der Rat bewilligt habe. Ein Vorgang wie auch in den Jahren zuvor: „Keine deutsche Oper kann ohne Zuschüsse existieren.“. Aus dem Zuschuss errechne sich auch, dass – wie im Artikel korrekt dargestellt sei– jeder Besuch der Oper mit 350 Euro subventioniert werde.

Dass die Oper die ursprünglich für die Spielzeit 2015/16 erwarteten Einnahmen und Besucherzahlen nicht erreicht hat, gab Wasserbauer zu. Schuld daran sei, dass man zunächst für die Oper am Offenbachplatz geplant habe. Als die Wiedereröffnung aber nur zwei Monate vor Spielzeitbeginn geplatzt sei, habe man umplanen müssen. Dies sei nicht leicht gewesen, weil die Oper in der Regel für fünf Jahre im Voraus planen müsse. Doch sei es zum Beispiel gelungen, trotz der Absage bis auf einen alle Künstlerverträge einzuhalten.

Geplatzte Wiedereröffnung am Offenbachplatz brachte Planung durcheinander

Da es dauerte, bis eine neue Interimspielstätte gefunden war, verzögerte sich der Start in die neue Spielzeit. So konnten weniger Aufführungen angeboten werden, außerdem gibt es im jetzt bespielten Staatenhaus weniger Plätze. Schließlich sei der neue Spielort zuerst schlecht angenommen worden, es seien zum Beispiel weniger Abos verkauft worden. Auch habe der Umbau des Gebäudes Geld gekostet. Die Mindereinnahmen habe man aber zum Teil durch weniger personal- und Materialaufwand kompensieren können. „Trotz Absage der Wiedereröffnung bleibt der Theatergesamtbetrieb im Budget“, sagte Wasserbauer und sprach sogar von einer „Punktlandung“.

Doch habe sich die Situation inzwischen deutlich verbessert. „In der kommenden Spielzeit 2016/17 wird die Oper rund 184 Vorstellungen mit insgesamt 103.318 Plätzen anbieten. Dies ist eine Steigerung von 27 Vorstellungen und über 21.000 Plätzen“, listete Wasserbauer auf. Zum jetzigen Zeitpunkt sei bereits über die Hälfte aller für die komplette Spielzeit angebotenen Tickets verkauft. „Mit diesen Tickets wurde bereits jetzt ein Umsatz von 1,6 Millionen Euro erzielt.“. Sein Fazit: „Diese Zahlen sind Beleg dafür, dass die geringeren Besucherzahlen in der Oper dem ersten zusätzlichen Jahr im Interim geschuldet waren.“.

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