Adnet
Schaltplatz
200.000 Euro mehr für die freie Szene

Rat beschließt Erhöhung des Förderbudgets im Kulturamt

23. September 2016 | 16:45 | red
Auch Kulturamtsleiterin Barbara Foerster will mehr geld für Kölns freie Theaterszene – doch woher nehmen? Foto: ehu

Kulturamtsleiterin Barbara Foerster freut sich über mehr Geld für die Förderung der Freien Szene. Foto: ehu/Archiv

Das Kulturamt der Stadt Köln wird im laufenden Jahr mehr Geld für die Förderung der freien Szene zur Verfügung haben. Das hat der Stadtrat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen.

Demnach wird der Etat des Kulturamtes um 200.000 Euro aufgestockt. Die Mittel sollen zur Stärkung der freien Kulturszene in der Stadt beitragen. Und das ist nur der Anfang. Denn der im Sommer 2016 verabschiedete Doppelhaushalt 2016/2017 sieht ab dem kommenden Jahr eine weitere Aufstockung um mehr als eine Millionen Euro vor.

Das Budget für die Förderung der freien Szene schrittweise zu erhöhen, ist ein Ziel des Kulturentwicklungsplans von 2009. Dass dies nun wieder erfolgt, ist ein wichtiges politisches Signal, wie hoch die Arbeit und das Angebot der freien Kulturszene für die Bürgerinnen und Bürger in Köln geschätzt werden“, freute sich Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach über den Ratsbeschluss.

Wir haben in allen Sparten gemeinsam mit der Szene und der Politik Förderkonzepte entwickelt, die klar formulieren, nach welchen Zielen, Schwerpunkten, mit welchen Förderinstrumenten und nach welchem Vergabeverfahren die freie Kunst in Köln gefördert werden soll. Das schafft Transparenz, Vertrauen und Verbindlichkeit“, ergänzte Kulturamtsleiterin Barbara Foerster. Für sie ist die freie Kulturszene ein zentraler Motor des Kulturstandortes Köln. „Dieser Motor braucht Öl, damit er laufen kann. Luft reicht nicht“, so Foerster.

Mit den zusätzlichen Mitteln für das Jahr 2016 sollen freie Theater, Tanzensembles, Filmfestivals und freie Projekträume strukturell gestärkt werden. Für die Verteilung der Fördermittel für das Jahr 2017 plant die Verwaltung, dem Ausschuss Kunst und Kultur im November 2016 einen Verfahrensvorschlag vorzulegen, so der Beschluss des Stadtrates.

, , , , , , , , , ,