Adnet
Schaltplatz
Privatmann stiftet 5000 Euro zur Förderung freier Gruppen

Kunstsalon verleiht neuen Theaterpreis

29. November 2016 | 08:00 | ehu
Schon seit Jahren ist Andreas C. Müller ein egangierter Theaterfreund, jetzt stiftete er 5000 Euro für den ersten Kunstsalon-Theaterpreis. Foto: ehu

Schon seit Jahren ist Andreas C. Müller ein egangierter Theaterfreund, jetzt stiftete er 5000 Euro für den ersten Kunstsalon-Theaterpreis. Foto: ehu

Köln hat einen neuen Theaterpreis: Ausgeschrieben hat ihn der Kunstsalon, bewerben können sich alle professionellen Kölner Theatergruppen und –schaffende, die keinem festen Haus angehören. Mit dem Preisgeld von 5000 Euro sollen – nach der Premiere – drei bis fünf Aufführungen gesichert werden.

Der Kunstsalon erfüllt damit – so Kunstmanagerin Sarah Wiechers – einen Wunsch der „Zielgruppe“. Denn oft genug, so die traurige Erfahrung, verschwindet eine Produktion nach der Premiere im Nichts. Der Preis soll dies ändern und in der darauffolgenden Spielzeit weitere Vorstellungen möglich machen. Ob drei oder fünf, hängt von der Größe der Theatergruppe ab, die diese Auftritte selber in einem Haus ihrer Wahl organisieren muss.

Das Schauspielnetzwerk des Kunstsalons wird aus den Produktionen einer Spielzeit drei auswählen. Dies wird durch Besuche geschehen, die Gruppen können sich aber auch selber – zum Beispiel mit einem professionellen Video – bewerben. Eine Bedingung, um in die Endausscheidung zu kommen, ist unter anderem, dass das Stück schon grundsätzlich gefördert wurde. Außerdem muss es im Orangerie-Theater im Volksgarten spielbar sein.

Auch das Publikum bestimmt den Gewinner bei einem Festival mit

Denn dort müssen sich die drei Auserwählten bei einem zweitägigen Festival (erstmals am 12. Und 13. Juli 2017) einer vierköpfigen Jury und dem Publikum als fünftem Jurymitglied stellen. Einsendeschluss für die erste Verleihung des „KunstSalon Theaterpreises“ ist der 28. Februar 2017.

Die 5000 Euro, über die sich dann eine Gruppe freuen kann, hat der Kölner Psychologe Andreas C. Müller, Vorstandsmitglied des KunstSalons, privat gestiftet. Seine Liebe zum Theater wurde geweckt, als er unter Intendant Claus Peymann am Schauspiel Stuttgart als Statist auftrat. Er ist davon überzeugt, dass er für die nächsten Förderpreise genug Nachahmer findet. Der neue Preis wurde in Kooperation mit dem Orangerie-Theater und in Absprache mit der SK-Stiftung Kultur entwickelt, die alljährlich gegen Jahresende die Verleihung der bekannten Kölner Theaterpreise organisiert.

Schon jetzt fördert der Kunstsalon Kölns Kulturszene in großem Umfang

Mit dem neuen Theaterpreis ergänzt der Kunstsalon seine schon seit vielen Jahren bestehende Förderung der freien Kölner Kulturszene. Dazu gehören unter anderem die jährlichen Festivals „Literatur in den Häusern der Stadt“ und „Musik in den Häusern der Stadt“. Außerdem wird Musikunterricht an der Kölner Gemeinschaftsgrundschule Zwirnerstraße unterstützt. Ganz aktuell ist ein Kulturangebot für Flüchtlinge.

Mit dem „KunstSalon-Choreografie-Preis“ werden seit 2014 Kölner Nachwuchschoreografen gefördert (in diesem Jahr Guy Marsan), Preisgeld 5000 Euro). Schon seit 1999 wird im Zwei-Jahres-Rhyhthmus einem Bildenden Künstler ein dreimonatiger Aufenthalt in der Villa Aurora in Los Angeles finanziert. Für den Aufenthalt in der ehemaligen Villa des Schriftstellers Lionel Feuchtwanger Feuchtwanger werden jeweils 20.000 Euro – wie auch bei den anderen Förderprogrammen – aus privaten Mitteln aufgebracht.In diesem jahr wird auch wieder das Atelierstipendium vergeben.

Weitere Informationen dazu finden sie auch im Internet unter: www.kunstsalon.de.

, , , , , , , , ,