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Ausstellung der diesjährigen Friedrich-Vordemberge-Stipendiatin

Lisa Seebach in der artothek

8. Dezember 2016 | 15:30 | ehu
Blick in die Ausstellung von Lisa Seebach in der artothek. Foto: ehu

Blick in die Ausstellung von Lisa Seebach in der artothek. Foto: ehu

Lisa Seebach überschreitet in ihren Arbeiten mehrfach die Grenzen. Architektonisch irgendwie Bekanntes wird neu und unerwartet kontextualisiert. Stahl erhält eine zarte Präsenz, ist als Linie im Raum gleichermaßen präsent wie zurückhaltend.“ Was in der Begründung für die Verleihung des Kölner Friedrich-Vordemberge-Stipendium etwas abstrakt klingt, ist jetzt in der artothek ganz konkret zu sehen.

Für ihre Ausstellung, die Teil des Stipendiums ist, hat die diesjährige Stipendiatin acht Arbeiten eigens für die eigenwillige Innenarchitektur der artothek geschaffen. Höchst sensibel spielt sie dabei mit den geschwungenen Formen etwa der Empore, mit den Farben und Materialien der Geländer.

Ausgangspunkt für ihre fragilen, eher an Grafiken erinnernden Stahlskulpturen sind Zeichnungen, die sie ins Dreidimensionale umsetzt. Manches ist wiederzuerkennen: Etwa ein Fenster mit zwei Schnüren für den Rollo. Anderes bleibt bewusst vage. So beruhen einige Plastiken auf Zeichnungen, die bei ihrem kürzlichen Aufenthalt in Japan – „einer völlig unbekannten, fremden Welt“, so die Kölner Künstlerin – entstanden und der Deutungsphantasie freie Bahn lassen. Gleiches gilt für die kleinen Skulpturen aus Keramik, die mit ihrer Farbe ein anderes Material vorgaukeln.

Lisa Seebach: „Sometimes night comes too quickly“ – bis 23. Dezember 2016, artothek, Haus Saaleck, Am Hof 50, 50667 Köln, Tel. 0221 / 221 22 332, Di-Fr 13-19 Uhr, Sa 13-16 Uhr, Eintritt frei.

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