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Veranstaltung im Rautenstrauch-Joest-Museum

Kölner Völkerkundemuseum lädt zum Trip in die Südsee

2. Dezember 2016 | 07:30 | red
Der Zeremonialort Marae Taputapuātea auf der Südseeinsel Ra’iātea  Bild: ©Tamara Jung-König

Der Zeremonialort Marae Taputapuātea auf der Südseeinsel Ra’iātea Bild: ©Tamara Jung-König

Die Südsee gehört zu den Gegenden, die erst spät von den europäischen Entdeckern ins Bewusstsein gerückt wurden. Das Rautenstrauch-Joest-Museum RJM lädt zur Entdeckungsreise durch die Inselwelt auf der anderen Seite der Weltkugel.

Wie die Stadt im Vorfeld der Veranstaltung ankündigte, findet die Pilgerreise am Donnerstag kommender Woche (8. Dezember 2016) statt. Ab 18 Uhr wird Dieter Paulmann über die Einbindung lokaler Akteure und das Potenzial der traditionellen Seefahrt für die Zukunft referieren. RJM-Experte Oliver Lueb stelt die Pilgerstätte und die historischen Bezüge vor. Dabei geht es um den traditionellen Zeremonialort Marae Taputapuātea. Lueb ist als Kurator der Szene zu Ra’iātea in der derzeit laufenden Sonderausstellung „Pilgern – Sehnsucht nach Glück?“ mit den Hintergründen dieses Wallfahrtsortes vertraut.

Die Pilgerstätte befindet sich auf der Insel Ra’iātea in Französisch-Polynesien und stellt einen spirituell wie kulturell wichtigen Zeremonialort der indigenen Völker dar. Von hier aus begleitete Tupaia, ein erfahrener Navigator, den britischen Entdecker James Cook ab 1769 auf dessen erster Südseereise und stellte das Erreichen weiterer Inseln sowie den Kontakt zu den Māori in Neuseeland sicher.

Durch eine kulturelle Rückbesinnung in den 1970er Jahren erlebte die traditionelle Hochseefahrt in Polynesien eine Renaissance. 2011 segelten acht Crews mit Booten nach historischen Vorbildern (vaka) aus weiten Teilen des Pazifiks zu diesem marae – von Neuseeland über Ra’iātea und Hawaii bis nach San Francisco.

Der Besuch der Veranstaltung kostet fünf Euro an der Tageskasse. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

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