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Endlich Termin für Klage eines Investors gegen Vergabe beim Museumsanbau

Wallraf-Richartz-Museum hofft auf Abweisung

4. Dezember 2016 | 17:30 | red
Steht seit Jahren leer: Auf dem Grundstück Ecke Marsplatz/Steinweg (links) soll der Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz-Musseums entstehen. Foto: ehu/Archiv

Steht seit Jahren leer: Auf dem Grundstück Ecke Marsplatz/Steinweg (links) soll der Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz-Musseums entstehen. Foto: ehu/Archiv

Marcus Dekiert, Direktor des Wallraf–Richartz-Museums, hofft auf ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk: Am 22. Dezember entscheidet die Vergabekammer Rheinland der Bezirksregierung über den Einspruch, den ein Investor gegen das Ergebnis der Ausschreibung für die Museumserweiterung eingelegt hatte. Personalmangel hatte die Verhandlung bislang verhindert.

Dass es nun doch schon zur Verhandlung kommt, sei vor allem dem Einsatz von Oberbürgermeisterin Henriette Reker zu verdanken, hatte Petra Rinnenburger, Leiterin der städischen Gebäudewirtschaft, bei der letzten Sitzung des Rats-Unterausschusses Kulturbauten berichtet. „Der Termin ist eine gute Nachricht und enorm wichtig“, hofft Dekiert auf eine Ablehnung der Klage. „In den letzten Monaten waren wir zur Untätigkeit verdammt.“. Eigentlich war der Baubeginn schon für 2015 geplant.

Mit dem Anbau auf dem benachbarten Grundstück des ehemaligen Kaufhauses Kutz erfüllt die Stadt ein Versprechen, dass sie dem Sammler Gerard C. Corboud 2001 gegeben hatte. Er sollte die „Gegengabe“ dafür sein, dass der Schweizer dem Museum seine Impressionisten-Sammlung gestiftet hatte. Wohl als „Wiedergutmachung“ für die lange Wartezeit hatte Reker Corboud vor wenigen Wochen die Ehrenbürgerschaft angetragen. Der 91-Jährige aber lehnte ab.

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