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Prozess am Landgericht Köln

Entscheidungstermin im Fall Schickedanz auf Dezember verlegt

22. September 2016 | 10:30 | red
LandgerichtKoeln

Das Kölner Landgericht wird seine Entscheidung im Falle Schickedanz doch erst zum Jahresende verkünden. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Das Kölner Landgericht hat den Verkündungstermin im Prozess der KarstadtQuelle-Eigentümerin Madeleine Schickedanz gegen die frühere Kölner Privatbank Sal. Oppenheim und 13 weitere Beklagte auf den 20. Dezember dieses Jahres verlegt.

Ursprünglich sollte das Urteil des Kölner Landgerichts am Dienstag kommender Woche (27. September 2016) verkündet werden. Doch wegen des Umfangs des Verfahrens und der enormen Belastung mit anderen umfänglichen Verfahren können die Richter der zuständigen Kammer nicht anders, als den Termin zu verschieben, hieß es aus dem Kölner Justizzentrum.

Zuletzt hatte die Kammer den Parteien wiederholt Gelegenheit gegeben, eine außergerichtliche Einigung zu finden. Zu diesem Zweck wurden entsprechende Mitteilungsfristen bis Anfang September verlängert. Eine Einigung wurde jedoch gegenüber dem Gericht bislang nicht erklärt, hieß es dazu weiter.

Die einzige Tochter des Versandhauskönigs Gustav Schickedanz, frühere Großaktionärin des inzwischen insolventen Arcandor-Konzerns, hat Schadensersatz angemeldet. Verklagt wurden neben der früheren Hausbank Sal. Oppenheim auch der frühere Berater Josef Esch, die Schadenssumme liege bei rund 1,9 Milliarden Euro. Die Versandhauserbin sieht sich getäuscht und hintergangen, die Prozessgegner hingegen fordern die fälligen Kreditbeträge von weit über einer halben Milliarde Euro.

Der Verkündungstermin ist öffentlich. Das Verfahren trägt das Aktenzeichen 21 O 164/12. Verkündungsort ist der Saal 237 im Kölner Landgericht.

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