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Prozess um Middelhoff-Millionen geht weiter

Kölner Landgericht verkündet Beweisbeschluss

25. Oktober 2016 | 11:00 | red
Bild: Köln Nachrichten

Das Kölner Landgericht hat eine weitere Beweisaufnahme angekündigt. Diesmal geht es um die Frau des früheren Spitzenmanagers Dr. Thomas Middelhoff, Cornelie Middelhoff, und ihre Ansprüche gegen zwei Banken. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Der Streit zwischen der Familie Middelhoff und der früheren Kölner Privatbank Sal. Oppenheim geht weiter. Das Kölner Landgericht verkündete am heutigen Dienstag einen so genannten Beweisbeschluss.

Im Rechtsstreit der Ehefrau des inzwischen insolventen Dr. Thomas Middelhoff, früherer Vorstandschef des Handelskonzerns Arcandor, und seiner Ehefrau Cornelie Middelhoff sowie der Middelhoff & Cie. Asset Management GmbH gegen die Privatbank Sal. Oppenheim sowie die Sparkasse KölnBonn hat das Landgericht Köln am heutigen Dienstag einen Beweisbeschluss verkündet.

Gegenstand der Beweisaufnahme soll dabei die zentrale Frage sein, ob die Klägerin etwaige Ansprüche gegen die beklagten Banken an Dr. Thomas Middelhoff abgetreten hat. Auch Middelhoff selbst soll als Zeuge vernommen werden. Er selbst ist aber nicht mehr Partei dieses Rechtsstreits, nachdem über sein Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, wie die Kölner Justizbehörde ausführte.

Der Insolvenzverwalter hat seinerseits mit der Privatbank Sal. Oppenheim inzwischen eine außergerichtliche Einigung erzielt, weshalb Ansprüche in diesem Verhältnis zwischenzeitlich nicht mehr Gegenstand des Rechtsstreits sind. Zu entscheiden hat die Kammer daher lediglich noch über Ansprüche im Verhältnis der Ehefrau des früheren Spitzenmanagers und der Middelhoff & Cie. Asset Management GmbH und der Privatbank Sal. Oppenheim bzw. der Sparkasse KölnBonn.

Der Umfang der Forderungen ist dennoch beträchtlich. Cornelie Middelhoff verlangt von den beklagten Banken im Zuge einer Rückabwicklung von Fondsbeteiligungen weiterhin insgesamt rund 32 Millionen Euro. Gleichzeitig sieht sie sich Gegenforderungen der Banken in Höhe von 41 bzw. 13 Millionen Euro ausgesetzt. Die Middelhoff & Cie. Asset Management GmbH begehrt überdies die Freigabe von Festgeldern der

Middelhoffs in Höhe von weiteren rund 23 Millionen Euro.

Ein konkreter Termin zur Beweisaufnahme ist allerdings bislang noch nicht endgültig bestimmt. Darüber will das Landgericht beizeiten informieren, hieß es dazu abschließend. Das jetzt anstehende Verfahren trägt das Aktenzeichen: 21 O 368/12.

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