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Bilanz des Ordnungsamtes an Karneval

Karneval 2016: So viele Ordnungskräfte wie noch nie

10. Februar 2016 | 16:45 | red
Stadthaus

Die städtische Ordnungsbehörde hat in diesem Jahr an Karneval deutlich weniger häufig eingreifen müssen. Symbolbild: Archiv Köln Nachrichten

Der zurückliegende Straßenkarneval war für den städtischen Ordnungs- und Verkehrsdienst der bisher personalintensivste in der Geschichte. Mehr als 1300 Ordnungskräfte, darunter auch auswärtige und Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, sorgten für Ruhe und Ordnung.

Wie das städtische Presseamt am heutigen Aschermittwoch bekannt gab, waren vor allem die beiden Tage Weiberfastnacht und Rosenmontag arbeitsreich. Während bei der Eröffnung des Weiberkarnevals 438 Kräfte im Einsatz waren, kam die Stadt auch dank auswärtiger Unterstützung auf insgesamt 1327 Kräfte. Die verteilten sich auf 883 kommunale und 444 private Beschäftigte. Letztere unterstützten die Ordnungskräfte an den Eingängen der Glasverbotszonen.

Die Einstazbilanz selbst zeigen ein hohes Niveau. 192 Wildpinkler (davon fünf Frauen) müssen ein Bußgeldverfahren durchlaufen. Ein Jahr zuvor waren das mit 349 zwar deutlich weniger, allerdings wurden die Bußgelder damals direkt vor Ort kassiert. Die Ordnungsbehörden machen dafür aber auch die größere Zahl an mobilen Toiletten verantwortlich.

Bei 60 Gewerbe- und Gaststättenkontrollen wurden 17 Verstöße festgestellt, in einem Fall gegen das Glasverkaufsverbot. Ein Schwerpunkt der Arbeit im Außendienst waren die Jugendschutzkontrollen. Bei 440 (Vorjahr 537) Kontrollen wurden 220 (364) Verstöße festgestellt, davon 128 (216) gegen das Alkohol- und 92 (148) gegen das Nikotinverbot. In weiteren 253 Fällen wurden präventive Hinweise zum Jugendschutz gegeben. 40 hilflose Personen mussten an die Sanitätsdienste übergeben werden. Trotz mehr Personals wurden bei den meisten Verstößen weniger Fälle aktenkundig, so das resümee über die gesamte heiße Phase des Straßenkarnevals.

Die eigenen Kräfte waren überwiegend im Außendienst eingesetzt. Zudem besetzten sie Einsatzleitungen vor Ort und den Koordinierungsstab, der ebenfalls im Schichtbetrieb von morgens bis in die Nacht arbeitete. In folgenden Aufgabenbereichen waren Kräfte aus nahezu allen Abteilungen des Ordnungsamtes beteiligt: – von der Gewerbeabteilung wurden Gaststätten und Gewerbetriebe sowie die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen kontrolliert, – die Abteilung für Ausländerangelegenheiten beteiligte sich an ausländerrechtlichen Ermittlungen und Maßnahmen in Einzelfällen, – die Abteilung für Straßennutzung als Genehmigungsstelle für die Veranstaltungen und Umzüge.

Der Koordinierungsstab unter der Leitung des Ordnungsamtes war mit Vertretern des jeweiligen Veranstalters, des Festkomitees, der Verkehrsbetriebe, der Sanitätsdienste, der Bundes- und der Landespolizei, der Feuerwehr, des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik, der Abteilung für Straßennutzung und des Ordnungs- und Verkehrsdienstes besetzt. Dieses Gremium reagierte schnell auf jede Lage und koordinierte den Einsatz aller Beteiligten. Der Stab war mit durchschnittlich zwölf Personen pro Schicht besetzt.

In diesem Jahr war wegen der Vorfälle in der Silvesternacht und der anschließenden hektischen Debatten die Priorität eine andere. Neben der Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten ging es vor allem darum, flächendeckend Präsenz zu zeigen. Auch war das Wetter in diesem Jahr deutlich regenreicher als ein Jahr zuvor. Insgesamt waren die Verantwortlichen der Ordnungsbehörde mit dem Einsatz zufrieden. Viele Jecken hätten positiv auf die Präsenz der Ordnungskräfte reagiert. Die Wildpinkler sehen das vermutlich etwas anders.

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