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Stunksitzung 2017: Am Samstag beginnt der Vorverkauf

Karnevalisten proben den Köxit

21. September 2016 | 09:00 | ehu
Das Ensemble der „Stunksitzung“ hat für die Session 2017 schon einmal karnevalistisch vorgeglüht. Foto: ehu

Das Ensemble der „Stunksitzung“ hat für die Session 2017 schon einmal karnevalistisch vorgeglüht. Foto: ehu

Hardcore-Fans der „Stunksitzung“ stellen sich schon am Vorabend des offiziellen Kartenverkauf-Beginns an. Nicht nur im Vorjahr waren innerhalb einer halben Stunde 98 Prozent aller Tickets verkauft. Am kommenden Samstag, 9 Uhr ist es wieder so weit: An ausgewählten Vorverkaufsstellen gibt’s die Karten für die Stunksitzung 2017.

Den Schlangestehenden wollen die Stunker – eine nachahmenswerte fan-freundliche Tradition – die Wartezeit wieder mit Kaffee und Berlinern verkürzen. Und die wichtigsten Formalien erklären: Karten kosten zwischen 25 und 48 Euro plus Zuschlägen, ermäßigte Karten gibt’s ab 16 Euro.

Freitag und Samstag ist es „etwas teurer“, für diese Tage werden pro Person höchstens 10 Tickets abgegeben, für die übrigen Tage maximal 16. Und wer beim Direktverkauf leer ausgeht, kann es ab 10 Uhr auch online probieren.

Martina Klinke entwirft einen Thermomixer für den Macho-Koch

Und was und wen werden die alternativen Karnevalisten sich zur Brust nehmen? Ein paar Ideen gibt es schon. Biggi Wanninger wird wieder in die Rolle von Raimund Calmund schlüpfen und über den Bayer-Monsanto-Deal schwadronieren. Willy Brandt ist wieder da – aber in der SPD-Zentrale erkennt ihn keiner. Martina Klinke, selber überzeugte Thermomix-Benutzerin, wird ein Loblied auf das Kochgerät singen (Howard Carpendales „Ti amo“ lässt grüßen) und plant, für Macho-Kocher ein Modell mit Turbo-Spoiler auf den Markt zu bringen.

Schließlich die Wohnungsnot in Köln: Da hilft nur eine Ausweitung Kölns weit über die Stadtgrenzen hinaus. Düsseldorf und Castrop-Rauxel werden eingemeindet. Mit entsprechenden Folgen für das kölsche Liedgut. Da heißt es künftig „Currywurst und ne Mayo-Schranke – das braucht ne Kölsche, um glücklich zu sein“. Oder: „Wenn ich den Gasometer so vor mir seh“.

Kardinal Woelki und der 1. FC Köln haben als Feindbild ausgedient – vorerst

Vielleicht sollten sich die Kölner aber auch den Brexit also Vorbild nehmen, und im Rahmen des Köxis „aus was auch immer“ austreten? Und was, wenn die Veedel dem folgen und aus Köln austreten? Als „Feindbilder“ ausgeschieden sind – vorerst jedenfalls – Kardinal Woelki und der 1. FC Köln. Und was ist mit Erdogan? Man wird sehen…

Wir sind noch in der Phase der Ideen“, umscheibt Organisationschef Winnie Rau die Situation. Anfang September hat man sich für einige Tage in ein „Frohsinss- und Schunkelcamp“ im Westerwald zurückgezogen. „30 bis 40“ Ideen werden jetzt durchgeknetet und auf Pointen und Erkenntnisgewinn erforscht.

Was dabei herausgekommen ist, kann ist erstmals am 17. Dezember zu sehen. Die offizielle Premiere ist einen Tag später. Insgesamt stehen in dieser Session 55 Sitzungen im E-Werk auf dem Programm. Personell gibt es im 33. Jahr keine Veränderung. „Vaterzeit kommt bei uns nicht mehr vor“, weiß Anne Rixmann.

Weitere Informationen sowie die „ausgewählten Vorverkaufsstellen“ unter www.stunksitzung.de.

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