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Festnahme in Köln-Bayenthal

29-Jähriger in Flüchtlingsunterkunft festgenommen

18. Oktober 2016 | 14:00 | red
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Ein 29-jähriger Flüchtling wurde nach einem erneuten Ladendiebstahl in Bayenthal festgenommen. Auch er leistete erheblichen Widerstand. Symbolbild: Polizei NRW

Ein 29-jähriger Mann ist in seiner derzeitigen Meldeanschrift in einer Flüchtlingsunterkunft im linksrheinischen Stadtteil Bayenthal festgenommen worden. Er soll wiederholt gestohlen haben, so der Vorwurf der Ermittler.

Wie die Kölner Polizeibehörde am heutigen Dienstag berichtete, erfolgte der Zugriff gegen den 29-jährigen Mann bereits im Laufe des gestrigen Montagnachmittags. Gegen 13:50 Uhr nahm der Fall seinen Ausgang in den Räumen eines Lebensmittel-Discounters an der Bonner Straße. Die Angestellten hatten den Verdächtigen dabei beobachtet, wie er in seinem mitgeführten Rucksack zahlreiche Waren – unter anderem Getränkedosen – verstaute. An der Kasse tat er dann so, als ob er nur einige Brötchen bezahlen wollte.

Als ihn der 27-jährige Ladendetektiv vor der Eingangstür ansprach, Der 29-Jährige stellte seine Tasche ab und nahm reißaus. Nachdem er noch eine Kundin zur Seite stieß, flüchtete er aus dem Geschäft. Der 27-Jährige nahm die Verfolgung auf, bekam jedoch eine volle Ladung Pfefferspray ins Gesicht. Mit einem Krankenwagen wurde er vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert.

Weit kam der Verdächtige dennoch nicht. Mit Bildern einer Überwachungskamera machten sich die Beamten nun auf die Suche im näheren Umfeld. In einer Flüchtlingsunterkunft in Bayenthal wurden sie schließlich fündig. Obwohl er inzwischen die Kleidung gewechselt hat, nahmen die Beamten den Mann fest. In seiner Bekleidung wurden zwei silberne Halsketten, drei Smartphones sowie eine Geldbörse mit rund 160 Euro Bargeld sichergestellt. Die Beamten fixierten den Verdächtigen, der zuvor erheblichen Widerstand geleistet hatte, und fuhren mit ihm zur Polizeiwache in Köln-Sülz.

Auch hier wollte sich der aus Nordafrika stammende Mann nicht wirklich beruhigen. Zwischen zwei der im viertelstündigen Abstand durchgeführten Sichtkontrollen hatte sich der Mann mit einem Plastikendstück einer fest vernähten Hosenkordel seiner Boxershorts eine fünf Zentimeter lange Wunde zugefügt. Die Wunde blutete zwar, war aber nach Einschätzung der Beamten oberflächlich. Unter polizeilicher Bewachung wurde er ambulant in einem Krankenhaus behandelt und danach wieder in Gewahrsam genommen.

Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen Diebstahls mit Waffen und gefährlicher Körperverletzung ein. Trotz seiner Verletzungen, die er sich zugefügt hatte, nahmen die Beamten ihn anschließend mit zum Polizeipräsidium nach Köln-Kalk. Der 29-Jährige gilt als polizeibekannt und soll noch im Laufe des heutigen Dienstags einem Haftrichter vorgeführt werden.

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