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Neues von der Kölner Autobahnpolizei

In Frechen Lkw mit ungesicherter Ladung aus dem Verkehr gezogen

21. Juni 2016 | 09:00 | red
Rutschmatten beiseite geschafft und ungesichert mehr als 20 Tonnen Stahl aufgeladen, ein besonders krasser Fall. Bild: Polizei Köln

Rutschmatten beiseite geschafft und ungesichert mehr als 20 Tonnen Stahl aufgeladen, ein besonders krasser Fall. Bild: Polizei Köln

Im Rahmen ihrer Schwerpunktaktion am vergangenen Wochenende haben Beamte der Kölner Autobahnpolizei am Rasthof Frechen-Königsdorf eine Schwerpunktaktion durchgeführt. In einem Fall zogen sie ein rollendes Risiko aus dem Verkehr.

Wie die Behörde am gestrigen Montag berichtete, hatte der 28-jährige Fahrer des Lkw mehr als 20 Tonnen Stahl auf seinen Sattelzug geladen. Diese war allerdings völlig unzureichend gesichert, die Spanngurte waren porös, Anti-Rutschmatten achtlos an der Seite der Ladefläche gelagert. Bei einem plötzlichen Richtungswechsel oder Bremsmanöver wäre eine Katastrophe nicht ausgeschlossen. Hinzu kommt, dass der Fahrer nicht einmal im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Gegen ihn wurde Strafanzeige erstattet.

Auch sonst gab es reichlich zu tun, denn neben der Schwerpunktkontrolle im Westen Kölns die Schwerlastgruppe der Verkehrsinspektion 3 zusammen mit den Ordnungspartnern auf der A 4 zielgerichtet Verkehrskontrollen durch. Fazit: Insgesamt drei Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, insgesamt acht entsprechende Vorgänge wegen mangelhafter Ladungssicherung. Viermal stellten die Polizisten Mängel rund um Gefahrgut fest, ebenso oft mussten Anzeigen wegen technischer Mängel geschrieben und Verwarngelder erhoben werden.

„Ich will, dass jeder Fahrzeugführer auf den Kölner Autobahnen immer damit rechnen muss, dass die Polizei sein Fehlverhalten feststellt – an jeder Stelle und zu jeder Zeit“, betonte Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Kontrollen sind Ablenkungen bei Pkw-Fahrern, hier hat der oberste Kölner Ordnungshüter vor allem Handy-Nutzer im Visier.

In Köln liegt die Zahl der Verkehrstoten bei bereits 18, drei Mal so viel wie im vergangenen Jahr. Neben der Sanktion fällt gerade hier auch die präventive Argumentation so leicht. Mehr vorausschauendes Fahren und partnerschaftliches Verhalten im Straßenverkehr ist das Gebot. Gerade dann lassen sich schwere Unfälle vermeiden.

Die Kontrollen waren eine Aktion der Ordnungspartnerschaft „Sicherheit im Lkw-Verkehr“ zum Tag der Verkehrssicherheit. Am vergangenen Samstag waren neben der Autobahnpolizei auch Vertreter des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). Weitere Partner sind die Bezirksregierung Köln, der Landesbetrieb Straßen.NRW, TÜV Rheinland, DEKRA sowie mehrere Kraftfahrverbände.

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