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Abschlussbilanz für Rosenmontag 2016

Städtische Behörden mit dem gestrigen Umzug zufrieden

9. Februar 2016 | 14:00 | red
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Die städtische Ordnungsbehörde hat ihre Bilanz zum gestrigen Rosenmontag vorgelegt. Symbolbild: Archiv Köln Nachrichten

Der Rosenmontagszug in Köln war ein voller Erfolg. Hunderttausende Jecke kamen in die Kölner Innenstadt, wo der Umzug trotz Sturmwarnung stattfinden konnte. Nach dem erneuten Großkampftag zogen die städtischen Behörden auch hier ein positives Fazit.

Demnach war auch der gestrige Montag für die Bediensteten des städtischen Ordnungsamtes ein weiterer Großkampftag. Bis 1:30 Uhr waren 117 Beschäftigte im Einsatz, hinzukamen drei weitere Mitarbeiter aus anderen Kommunen sowie 17 städtische Freiwillige. Die Glaskontrollstellen an den Zugängen zu Glasverbotszone an der Zülpicher Straße war mit 73 Mitarbeitern eines privaten Sicherheitsdienstes besetzt, um so den Ordnungsdienst zu entlasten. Diese Arbeitsverteilung funktionierte auch am gestrigen Montag ohne Probleme. Um 15 Uhr wurde sie eingerichtet

Für viele im Ordnungsamt, genauer die Beschäftigten im Verkehrsdienst des Ordnungsamtes, begann der Tag früh. Sie spielten ab 2:30 Uhr „Klingelmäuschen“ rund um den Chlodwigplatz und den Ubierring. Dabei versuchen Mitarbeiter, Besitzer von falsch parkenden Fahrzeugen noch rechtzeitig vor dem Abschleppen zu erreichen. 37 Kräfte waren bis 8:30 Uhr im Einsatz, sie mussten 65 Fahrzeuge abschleppen lassen, die so abgestellt waren, dass sie die Aufstellflächen, Flächen für Unfallhilfsstellen, Medien oder die Abfallwirtschaftsbetriebe und den Zugweg blockierten. Sieben Fahrzeughalter konnten erreicht werden und ihre Fahrzeuge versetzen. Insgesamt 158 Fahrzeuge erhielten ein Knöllchen. In der Alteburger Straße stellten die Beamten ein Fahrzeug mit gefälschten Kennzeichen sicher. Dass es dabei ruhig blieb, lag aus Sicht der Kölner Ordnungsbehörde auch an der massiven Präsenz der Kölner Polizei.

Die Koordinierungsgruppe von Stadt, Polizei und anderen Dienststellen und Beteiligten nahm am gestrigen Montag um 7:30 Uhr ihre Arbeit auf und war bis nach Mitternacht im Einsatz. 35 Ordnungskräfte waren in der Altstadt unterwegs, am späten Nachmittag wurden sie von 25 Beschäftigten in der Spätschicht abgelöst. Noch einmal 20 Ordnungskräfte waren es im Kwartier Latäng. Der Ordnungsdienst hatte in der Innenstadt gestern noch einmal genau hingeschaut, wo sich gefährliche Aufbauten wie Schirme oder Pavillons befinden und diese entfernen lassen. Auch Bauzäune und Verkaufsstände hatte die Ordnungsbehörde im Visier. In der Bischofsgartenstraße hatte die Feuerwehr im Vorfeld des Zuges ein aus der Verankerung gerissenes Werbebanner entfernen lassen. Die Stadt unterstützte hier auch das Domkapitel bei der kurzzeitigen Sperrung der Domumgebung anlässlich der Sturmwarnung.

21 Wildpinkler wurden bis in die Nacht angetroffen, sie bekommen nach Karneval die Aufforderung, das erhöhte Bußgeld von 60 Euro zu zahlen. 16 waren übrigens Männer, die anderen fünf Frauen. 21 Minderjährige mussten Alkohol oder Kippen abgeben, nachdem sie mit ihnen erwischt wurden. Sieben Bettler erhielten wegen ihrer aggressiven Betteleien Platzverweise. Fünf fliegende Händler wurden ertappt, ihre Waren sichergestellt. Eine Gaststätte wird wohl Bußgeld zahlen müssen, weil sie das Glasverbot nicht einhielten und im anderen Fall gegen die Nutzungsverordnung der Stadt verstießen. Fünf Erwischte wollte sich der Kontrolle entziehen, doch mit Unterstützung der Polizei wurden auch sie angehalten, ihre Personalien aufgenommen. Vier Personen und ein Epileptiker wurden den Hilfskräften der Rettungsdienste übergeben. Ein Sechsjährige sorgte bei seinen Eltern für zeitweilige Hektik, er wurde nach seiner Trennung von den Eltern im Zelt der Malteser zwischenversorgt, so das Ordnungsamt weiter.

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