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Moderne Technik für den Klimaschutz

Thermografie soll Energieverschwendung sichtbar machen

7. Dezember 2016 | 13:30 | red
Bild: Köln Nachrichten

Die Stadt, die Rheinenergie und die Verbraucherzentrale wollen mehr Hauseigentümer zu einer Thermografie motivieren. Die spürt Energiefresser auf. Symbolbild: Archiv Köln Nachrichten

Schon lange steht der Gebäudebestand in Deutschland auf der Liste der Klimaschädiger. Nun will die Stadt mit einem Förderprogramm diesen Energiefressern gezielter als bisher auf den Grund gehen. Das Zauberwort lautet Thermografie.

Wie die Stadt Köln am gestrigen Dienstag berichtete, will die Stadt zusammen mit dem stadtnahen Versorger Rheinenergie AG Hausbesitzern die Möglichkeit geben, genau das anzuwenden. Wer eine Thermografie-Untersuchung seines Gebäudes bei der Rheinenergie AG in Auftrag gibt, hat im Anschluss die Möglichkeit, eine Vor-Ort-Energieberatung der Verbraucherzentrale zu buchen, so das Konzept. Die ersten 30 Interessenten, die eine solche Untersuchung der verbraucherzentrale in Auftrag geben, bekommen sogar die Kosten erstattet. Alle anderen zahlen 60 Euro.

Auch dieser Preis ist subventioniert, schließlich liegt es auch im überörtlichen Interesse, dass Kölner Gebäude nicht zu viel Energie herausschleudern. Gefördert wird die Beratung durch Fördermittel der Europäischen Union (EU), des Landes NRW und der Stadt Köln selbst.

Mit der Thermografie werden Wärmelecks in der Gebäudehülle sichtbar gemacht. Alte und undichte Fenster, nicht gedämmte Rollladenkästen oder leckgeschlagene Heizungsrohre können mithilfe solcher Wärmebildaufnahmen aufgespürt werden. Eine erste Deutung der Wärmebilder erhalten die Teilnehmenden in einem schriftlichen Bericht zusammen mit den Bildern von der Rheinenergie AG.

Für diejenigen, die gerne weitergehende Informationen zu ihrem Gebäude wünschen, bietet die Verbraucherzentrale NRW im Anschluss an die Thermografie eine persönliche Beratung mit Begehung des Hauses an. Hierbei werden auf Grundlage der Wärmebilder wichtige zusätzliche Erkenntnisse zur Gebäudehülle vermittelt und weitere Aspekte zu effizienten Heiztechniken und möglichen Fördermitteln erläutert.

Wärmebilder haben für uns eine ähnliche Funktion wie Röntgenbilder in der Medizin. Sie zeigen uns etwas, das dem bloßen Auge verborgen bleibt, nämlich die Verteilung der Temperaturen auf den Bauteilflächen und damit die Stellen, an denen Wärme verloren geht“, erläuterte Energieberater Rudolf Klapper.

Die Fachleute erstellen mit Hilfe der Wärmebilder Diagnosen und auf Basis des Befunds entsteht schließlich ein individueller „Therapieplan“, der von preiswerten Optimierungen bis zur Empfehlung einer Komplettsanierung variieren kann, um beachtliche Einsparerfolge zu erzielen. Das Thermografie-Angebot der RheinEnergie AG umfasst eine reine Außenthermografie für Ein- und Zweifamilienhäuser als „Standard-Thermografie“ für 149 Euro und eine Premium-Variante für Häuser mit bis zu acht Wohnungen mit zusätzlichen Innenthermografien für 259 Euro. Über das entsprechende Online-Portal bekommen Interessierte automatisch auch die Möglichkeit, sich einen Beratungstermin bei der verbraucherzentrale zu sichern.

Weitere Informationen dazu erhalten sie im Internet unter: www.rheinenergie.com/thermografie.

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