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Gründach-Forum Köln 2016

VHS-Forum informiert über begrünte Dächer

5. Dezember 2016 | 07:00 | red
Bild: Köln Nachrichten

Mehr Grün für’s Kölner Klima. Wie hier im Waldlabor bietet sich eine Bepflanzung auch von Dächern an. Das verbessert das Stadtklima. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Die moderne Stadt will nachhaltig agieren und umweltbewusst agieren. Eine mögliche Lösung ist mehr Grün auf den Dächern der Millionenstadt. Am morgigen Dienstag findet dazu im VHS-Forum des Kulturzentrums am Neumarkt eine Fachveranstaltung statt.

Wie die Stadt Köln im Vorfeld bekannt gab, wollen sich Experten über Chancen und Möglichkeiten beim Einsatz begrünter Dächer austauschen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadiskussionen stehen begrünte Dächer im Fokus der Aufmerksamkeit. Sie funktionieren als Regenwasserrückhalt, sommerliche Hitzeabwehr oder Schutz der Dachabdichtung vor Temperaturextremen und Hagelschäden.

Gerade deshalb räumen viele Großstädte begrünten Dächern im Rahmen ihrer Anpassungspläne an den Klimawandel eine besonders hohe Priorität ein. Auch in Köln setzt sich die Stadt mit verschiedenen Initiativen für den Ausbau der grünen Infrastruktur auf den Dächern ein. Neben den Experten sind auch kommunale Vertreter der betroffenen Dienststellen vor Ort, um mitzudiskutieren oder sich Anregungen zu holen.

Zunächst wird ab 13:45 Uhr der Leiter des Kölner Umwelt- und Verbraucherschutzamt, Konrad Peschen, die Teilnehmer begrüßen. Nach weiteren Begrüßungsansprachen geht es ans Eingemachte. Es folgen Vorträge, die sich Aspekten des Klimaschutzes, der kommunalen Förderung und der Bau- und Vegetationstechnik widmen. An zahlreichen praktischen Beispielen zeigen die Experten, welche Gestaltungsvielfalt begrünte Dächer besitzen und wie mit technischen Neuentwicklungen den Herausforderungen des Klimawandels begegnet werden kann.

Trotz enoermer Variantenvielfalt – der Nutzen für das Stadtklima bleibt

Unter anderem erläutert Yvonne Wieczorrek, Diplom-Biologin beim Umwelt- und Verbraucherschutzamt, in ihrem Vortrag „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ Möglichkeiten, mit Dach- und Fassadenbegrünung die sommerliche Hitze zu mindern. Für Köln stehen die künftige Wärmebelastung im Sommer sowie die Zunahme von Starkregenereignissen im Vordergrund. Dabei können Maximaltemperaturen von über 40 Grad Celsius erreicht werden. Die Zahl der Sommertage wird bis Mitte des Jahrhunderts für das Stadtgebiet Köln im Vergleich zu den derzeitigen klimatischen Verhältnissen um 30 bis 70 Prozent zunehmen, für die heißen Tage um 60 bis 150 Prozent, so die Hoffnung der Stadt.

Die Spielarten von Begrünungen sind vielfältig. Nicht nur das kleine Garagendach lässt sich begrünen, auch große Industriehallen und Flachdächer könnten so ihren Teil zur Luftreinhaltung und zum Klimaschutz beitragen. Neben den Umweltvorteilen schlagen sich auch der Schutz der Dachabdichtung, die Hitzeabschirmung und die Wärmedämmung positiv in der Bilanz nieder. Kein anderes Baukonzept schafft eine vergleichbare Vielfalt an positiven Effekten für Gebäude, Mensch und Umwelt, warb die Stadt.

Veranstalter der branchenübergreifenden Veranstaltung sind neben der Stadt Köln auch der Deutsche Dachgärtner Verband, die Landesverbände Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau und der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten Nordrhein-Westfalen Die Veranstaltung ist kostenfrei. Der Veranstalter bittet um eine Anmeldung per Mail an: contact@dachgaertnerverband.de.

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