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Vorläufige Bilanz der Rettungsdienste

Weiberfastnacht gab es viel zu tun für die Retter

5. Februar 2016 | 08:30 | red
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Am gestrigen Weiberfastnachts-Donnerstag war Großkampftag für die Rettungskräfte. Das Einsatzgeschehen war dem im Vorjahr vergleichbar. Symbolbild: Archiv Köln Nachrichten

Feuerwehr und Rettungsdienste haben wie erwartet am gestrigen Weiberfastnachts-Donnerstag einen Großkampftag hinter sich gebracht. Rettungsdienste und Feuerwehr hatten bis zum frühen Nachmittag aber kaum mehr zu tun als im vergangenen Jahr.

Und dieser vorläufige Befund galt für die Zeit zwischen 7 und 14:30 Uhr am gestrigen Donnerstag. Während die Rettungsdienste bis zu diesem Zeitpunkt 173 Einsätze hatten (Vorjahr: 172), musste die Kölner Berufsfeuerwehr zu 23 Einsätzen ausrücken. Das waren immerhin zwei mehr als ein Jahr zuvor. Die Unfallhilfsstellen leisteten in diesem Zeitraum 34-mal Erste Hilfe. Während die Rettungsdienste wegen des beginnenden Straßenkarnevals viel zu tun hatten, war das Einsatzgeschehen bei der Feuerwehr eher „normal“. In Weiß, Bocklemünd und Sürth gab es „erwähnenswerte Einsätze“, so die Stadt in ihrer gestrigen Zwischenbilanz.

So musste die Feuerwehr in einem Eigenheim am Zündorfer Weg in Köln-Weiß eine in Brand geratene Sauna löschen. Zwei Frauen, die sich in dem Haus befanden, konnten sich selbst retten. Ein Mann flüchtete auf den Balkon, konnte hier aber nicht mit der Drehleiter gerettet werden. Erst nach dem Löschen konnte er durch das völlig verqualmte Haus ins Freie geleitet werden. Der ältere Herr und eine der beiden Frauen mussten mit einer leichten Rauchvergiftung anschließend ins Krankenhaus.

In einem Wohnhaus in der Börnestraße im linksrheinischen Stadtteil Bocklemünd entzündete der dort ansässige Bewohner Zeitungen auf seinem Balkon. Als sich das Feuer daraufhin ausbreitete, alarmierte er selbst die Polizei, konnte das Feuer aber noch vor Eintreffen der Brandbekämpfer selbst löschen. In Köln-Sürth schließlich musste die Feuerwehr ausrücken, nachdem ein Radfahrer eine Person entdeckte, die im Rhein trieb. Dank der schnellen Reaktion zweier Augenzeugen konnte die Frau gerettet werden, sie war allerdings völlig unterkühlt.

Weitere Details der Einsätze

Regulär hält der Rettungsdienst 37 Rettungswagen und acht Notarzteinsatzfahrzeuge vor. Die Feuerwehr und die Hilfsorganisationen ASB Köln, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe sowie Malteser Hilfsdienst besetzen an Weiberfastnacht 25 weitere Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge. Insgesamt neun Unfallhilfsstellen des Sanitätsdienstes betreiben das Deutsche Rote Kreuz im Kwartier Latäng, die Johanniter Unfallhilfe in der Altstadt und der Malteser Hilfsdienst auf dem Severinskirchplatz. An den Unfallhilfsstellen können kleinere Verletzungen behandelt und bei ernsteren Notfällen Erste Hilfe geleistet werden. Das führt zu einer spürbaren Entlastung des Rettungsdienstes. 15 zusätzliche Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sind am Charles de Gaulles-Platz in Deutz stationiert. Dort hat die Feuerwehr Köln eine zusätzliche Rettungswache in den Dienst genommen, muss aber dennoch schnell in die Kölner Altstadt, wenn Bedarf entsteht.

Damit keiner der Jecken im Rhein verloren geht, patrouilliert auf Höhe der Altstadt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit zwei Rettungsbooten. In der Altstadt selbst setzt die Berufsfeuerwehr außerdem sechs Einsatzkräfte ein, die die Besucherströme beobachten und im Einsatzfall die Lage erkunden können. 42 Feuerwehrleute taten überdies Dienst während der zahlreichen Veranstaltungen in den Gebäuden. Außerdem wurden über die Kölner Bezirksregierung drei Patiententransportzüge angefordert. Zwei Patiententransportzüge aus dem Kreis Warendorf und dem Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Dortmund stehen an der Drehscheibe am Flughafen Köln-Bonn für den Notfall bereit. Der Patiententransportzug aus Wuppertal ist am Standort einsatzbereit. Auch die Leitstelle der Feuerwehr wurde für Weiberfastnacht verstärkt. Die Feuerwehr hat überdies einen Verbindungsbeamten und einen Abschnittsleiter im Koordinierungsgremium im Rathaus, so die Stadt abschließend.

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