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http://tinyurl.com/oavvpboEuroCloud Deutschland Conference ECDC in Köln

Eco-Verband: Die ‚Cloud‘ wird immer größer

24. Mai 2016 | 13:30 | red
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Der Kölner Internetverband eco organisiert am Mittwoch kommender Woche eine Fachkonferenz zum Thema Cloud Computing. Logo: eco – Verband der Internetwirtschaft

Das weltweite Internet und die damit einhergehenden Speicherkapazitäten erreichen astronomische Größenordnungen. Und ein Ende der Outspourcing-Welle ist derzeit noch nicht absehbar.

Wie der in Köln ansässige Internetverband eco am heutigen Dienstag im Vorfeld der kommende Woche stattfindenden EuroCloud Conference Deutschland mitteilte, wird sich der Anteil des weltweiten Datenverkehrs, der aus der so genannten „cloud“ kommen, auf bis zu 80 Prozent anwachsen. Mit dieser Prognose will eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. auf die rasant wachsende Bedeutung des Cloud Computing hinweisen. Am Mittwoch kommender Woche (1. Juni 2016) findet dazu in der Kölner Wolkenburg eine Fachkonferenz statt.

„Vier von fünf Datenzentren werden laut Studien schon 2019 Clouddaten verarbeiten“, erklärte Andreas Weiss, Direktor der EuroCloud Deutschland_eco e. V., unter Bezugnahme auf den Cisco Global Cloud Index. Grundlage bildet die Annahme, dass bis dahin rund 25 Milliarden Geräte mit Internetanschluss weltweit im Einsatz sind. Das erzeugte Datenvolumen wird nach diesem Index auf mehr als 40 Zetabyte (40 mit 21 Nullen dahinter) pro Monat geschätzt. Der Datenverkehr zwischen den Rechenzentren soll sich bis dahin je nach Prognose verdrei- bis verzehnfachen.

Längst haben auch viele Dienstleister und Mittelständler sowie Freiberufler die Vorteile des ständig verfügbaren Internet via Cloud erkannt und für sich umgesetzt. Gegenüber herkömmlichen Rechenzentren haben die Cloud-Anbieter viele Argumente, das wichtigste aber ist die Kostenersparnis.

„Die Funktions- und vor allem die Kostenvorteile der Cloudservices gegenüber firmeneigenen Rechenzentren sind derart hoch, dass Konzerne wie Mittelständler ihre bisherige Zurückhaltung gegenüber Cloudlösungen zügig ablegen werden“, prognostiziert Weiss.

Darüber hinaus wird sich nach Einschätzung von eco das „Internet of Things“ (IoT) in den nächsten Jahren massiv ausbreiten und für heute noch kaum vorstellbare Datenströme sorgen. Spätestens dann, wenn Maschinen massenhaft und selbständig im Internet aktiv werden, wird die Cloud und das in ihr verbreitete Datenvolumen nochmals kräftig ansteigen. „Künftig wird jede Maschine, jedes Haushaltsgerät und so weiter mit dem Internet verbunden sein“, erklärt Dr. Béla Waldhauser, Leiter der Kompetenzgruppe Datacenter Infrastruktur im eco Verband.

Allein die Digitalisierung der Kraftfahrzeuge und die Verbreitung von Mobile Payment als Standardzahlungsmittel werde enorme Datenmengen produzieren. So wird eine einfache Fahrt mit dem Auto zu einem gigantischen Datenstrom im Millisekundentakt. Nach einer Studie des IT-Giganten Cisco erwarten Fachleute bis zum Jahr 2020 einen Anstieg dieser Datenströme von mehr als zehn Milliarden Maschine-to-Maschine-Internetverbindungen. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung werden Markenartikelhersteller sein. Dieser Trend werde auch zu neuen Akteuren und neuen Geschäftsmodellen führen, sind sich die Eco-Experten sicher.

Ausweichstrategien gegen übergroße Datenmengen und Datenschutz

Nachteil der schönen neuen Internet-Welt: Angesichts dieser Datenmengen könnten die Breitbandinfrastrukturen auch in Deutschland an ihre Grenzen stoßen, so die Ansicht des Verbandes eco. Einige Anbieter würden sich schon heute auf „Ausweichstrategien“ einstellen. Als Beispiel nennt der Verband „Fog Computing“, also die Erstverarbeitung der Daten nahe am Datengeber wie beispielsweise im Auto oder im Kühlschrank, bevor es überhaupt zur Weiterleitung an Clouddienste kommt.

Rechenzentren werden aber auch weiterhin eine Schlüsselrolle in der globalen Datenverarbeitung spielen. Diese und andere aktuelle Trends werden am 1. Juni Bestandteil der sechsten Ausgabe der EuroCloud Deutschland Conference (ECDC). Weitere Informationen zum Ablauf und Programm der Fachveranstaltung finden sie auch im Internet unter: www.ecd-conference.de.

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