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Mobiles Internet im Mittelstand

Nur ein Drittel im Mittelstand nutzt Apps

21. März 2016 | 16:15 | red
Im Wettbewerb gewonnen: Als erstes Kölner Museum hat das Stadtmuseum jetzt eine App, die durch die Dauerausstellung führt. Foto: ehu

Manche kommunalen Dienststellen, wie zum Beispiel die Kölner Museumsverwaltung, sind in Sachen App-Nutzung schon weiter als so mancher Mittelständler. Das fand nun eine Studie heraus. Symbolbild: ehu/Archiv

In einer aktuellen Hochschulstudie stellen die Autoren dem deutschen Mittelstand ein eher verhaltenes Zeugnis aus. Lediglich rund 30 Prozent der befragten Unternehmerinnen und Unternehmern nutzen Anwendungen für mobile Anwendungen, so genannte Apps.

Dabei setzen viele Initiativen von Behörden und Kammern gerade beim Mittelstand an. Deren Vertreterinnen und Vertreter sind häufig international tätige Unternehmen, die in bestimmten Nischen sogar weltweit konkurrieren müssen. Aber gerade hier scheint der Mittelstand den Anschluss zu verlieren. Immerhin: Die Studie zeigt auch, dass Dienstleister (36 Prozent) und Handelsunternehmen (33 Prozent) hier als Vorreiter fungieren.

Ingesamt aber bleibt das Ergebnis mau, lediglich 29 Prozent der befragten Unternehmen nutzen Apps. Am häufigsten wurden die Anwendungen dabei zur internen oder externen Kommunikation genutzt, 62 Prozent der Befragten antworteten auf diese Frage mit Ja. Immerhin die Hälfte der Befragten nutzten Apps als Marketinginstrument, 40 Prozent zur Vertriebsunterstützung.

Weltweit hat sich der App-Trend zum wahren Boom entwickelt und noch immer zeigt die Wachstumskurve steil nach oben. Anhand dieses so offensichtlich interessanten Marktes wollten wir prüfen, ob sich der deutsche Mittelstand den Ruf des Digitalisierungsmuffels tatsächlich verdient hat. Die frohe Botschaft: Für knapp ein Drittel der Unternehmen scheint das ganz offensichtlich nicht zuzutreffen“, so Dr. Franca Ruhwedel, Professorin für Finance & Controlling an der Hochschule Rhein-Waal und Leiterin der Studie.

Die befragten Unternehmen scheinen dabei aber von der Notwendigkeit entsprechender Investitionen überzeugt zu sein. So denken offenbar mehr als vier Fünftel der Unternehmen (81 Prozent) darüber nach, dass sie in Zukunft entsprechende Nutzungen einführen wollen. Ähnlich viele sind sich demnach über den Nutzen von Apps gar nicht im Klaren. Demnach sind die Kosten für die App-Entwicklung eher ein nachgeordnetes Problem. Lediglich sieben Prozent der Befragten sind die Kosten zu hoch.

Das Projekt wurde von Studierenden der Hochschule Rhein-Waal initiiert und umgesetzt. Mithilfe eines internetbasierten Formulars wurden bundesweit zwei Monate lang mittelständische Unternehmen aus allen Branchen zu ihrem aktuellen Digitalisierungsgrad sowie dem Einsatz von Apps befragt. An dieser Umfrage nahmen insgesamt 207 kleine und mittlere Betriebe teil. Fachlich unterstützt wurde die Umfrage und deren wissenschaftliche Ausarbeitung vom Kölner Unternehmen TheAppGuys.

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